Spinnen, Käfer und anderes Ungetier

!!!POST VOM 27.10.2008!!!
Meine erste Woche in Namibia ist jetzt also rum, die zweite leider auch schon fast zur Hälfte. Die Zeit hier verrennt einfach viel zu schnell. Was war die letzten Tage los? Unter der Woche war wenig geboten, am Strand liegen, DA bearbeiten und anderes Kleinzeug. Am Wochenende wurde es dann interessant, Freitags stand erst einmal Grillen am Vogelfederberg auf dem Programm. Der Vogelfederberg befindet sich am Rand der Namib-Wüste, dementsprechend warm war es auch ;-). Bei dieser Gelegenheit bin ich dann meinem ersten Wüstenhund begegnet, der sich nach einem traumhaften Sonnenuntergang über die Knochen unserer Fleischreste hermachte. Samstag früh ging es dann Richtung Spitzkoppe, eine Ansammlung von (überdimensionalen) Felsen in einer ansonsten völlig flachen Gegend. Landschaftlich einfach atemberaubend. Die Übernachtung erfolgte direkt an der Spitzkoppe auf einem „Campingplatz“. Man darf sich das aber nicht wie in Deutschland vorstellen, ein Campingplatz hier ist ein unüberschaubares Areal, auf welchem alle 500m (oder mehr) Örtlichkeiten kommen, die mit einem Mülleimer, mehreren Feuerstelle und einem Klohäuschen (dazu solltet ihr aber die Bilder, die es hoffentlich bald gibt anschauen) ausgestattet sind. Einen solchen Platz kann man sich frei auswählen und campieren. In unserem Fall fand das Ganze ohne Zelt unter freiem Himmel statt. Dementsprechend ungemütlich wurde es dann auch, weil das Wetter sich verschlechterte, es ein wenig stürmte, so dass der Wind zwischen unseren Felsen durch pfeifte. Am morgen um 06.00 wuden wir dann auch noch von Regentropfen wachgeküsst, was uns dann dazu veranlasste, einige Stunden im Auto zu verbringen (das umher Rennen, bei Regen, lediglich mit Boxershorts bekleidet und völlig verschlafen, um alle Sachen vor Wind und Wasser in Sicherheit zu bringen, muss richtig bekloppt ausgeschaut haben). Heute Nachmittag geht es dann nach Walvis Bay, in diesem Zuge werden wir auch die größte Wanderdüne der Welt, die Düne 7 besichtigen.
Oh, eine Sache habe ich ganz Vergessen. Am Freitag habe ich meinen ersten Lehrauftrag wahrgenommen ;-) ich habe 8Klässlern 45min lang deutsch beigebracht. Dabei ist dann auch mir aufgefallen wie am Sack unsere Sprache manchmal ist. Hier ein kleiner Auszug:

RICHTIG VERGLEICHBARE WORTE

KORREKTER AUFBAU

(so schreiben es die 8Klässler)

dreißig zwanzig; vierzig dreizig
sech_zehn dreizehn; achtzehn sechszehn (sechs+zehn)
sieb_zehn vierzehn; fünfzehn siebenzehn (sieben+zehn)

da bestätigt sich für mich mal wieder, dass nicht nur französisch eine bekloppte Sprache ist…
(Achja, irgendwann biste da dann so ballaballa, dass du selber nimmer weißt, wie man Zahlen eigentlich ausschreibt.)

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