Archive for September, 2008

News die Zweite

Monday, September 29th, 2008

Nochmals für den Gili:

Hola Amigos!

Na dann moechte ich doch nochmal berichten. Nachdem die Grenzen nach Bolivien auf unbestimmte Zeit geschlossen waren bin ich ueber Asuncion (Paraguay), Cordoba (ja, genau das Cordoba “der Schmach” (Argentinien)), Santiago (Chile) gereist und hab dann bei den Salar de Uyuni die Grenze nach Bolivien ueberquert.

Bevor ich jedoch nach Bolivien bin hab ich mir noch auf chilenischer Seite die hoechstgelegenen Geysiere der Welt angeschaut (4321 m). 4 Uhr in der Frueh gings los, um dann gegen 6 Uhr und eisigen -14 Grad bei den Geysieren anzukommen. Gott sei dank gabs danach heisse Thermalbaeder …
Bild 1.

Die Tour nach Bolivien war auf 2 Naechte/3 Tage ausgelegt:
1. Tag: Grenze ueberqueren, weisse, gruene (Bild 2) und rote Lagune anschauen. Um dann auf 4.500 Meter und ohne Wasser und Heizung zu uebernachten. Hoehe, eisige Kaelte und Wein sowie Pisco (wiki fuer mehr infos ;)) haben dann fuer eine sehr unruhige Nacht gesorgt …
2. Tag: So Steine angeschaut, nicht sehr aufregend ;)
3. Tag: die groeste Salzwueste der Erde angeschaut, sehr beeindruckend (bild 3, extra fuer euch Riedl im Backpacker-Outfit ;))

Bolivien ist bisher am beeindruckensten. Dazu hat sicher auch die Tour durch die Minen von Potosi (wichtigsten Minen ganz SAs).
Die halb-taegige Tour beginnt auf dem Markt fuer Minenarbeiter. Dort kann die Gruppe fuer die Arbeiter Geschenke in Form von Zigaretten, Alk (der knallt ordentlich …) und Kokablaettern* kaufen, oder aber auch Dynamit, Zuendschnur und Zuender um eine Demonstrationsexplosion zu sehen ;)
Danach gehts mit Schutzkleidung, Helm und Licht in die Minen. Extrem enge Schaechte, keine Schutzvorkehrungen und stickige Luft (Bild 4) … ich war nach 2 Stunden in den Minen fertig … kaum vorstellbar 8-20 Stunden am Tag zu arbeiten und dabei Rucksaecke mit Mineralien bis zu 50 kg schleppen zu muessen.  Die meisten Arbeiter sterben nach ca. 10 Jahren Minenarbeit an “Quarzstaublungen” (?). Am Ende der Tour geht es auf einen Aussichtspunkt und unser Guide zeigt uns mit dem eingekauften Dynamit eine Sprengung im Freien (Bild 5)

Werd jetzt etwas relaxter reisen. Hier in Bolivien kann man es sich erlauben (Menu mit 3-4 Gaengen 1-3 EUR, Uebernachtung 3 EUR …)

Gruss Riedl

* Kokablaetter werden gekaut (oder als Tee aufbereitet) und helfen (angeblich) gegen die Hoehenkrankheit, Hunger, Durst und Muedigkeit. An mir durchgefuehrte Tests haben lediglich eine taube Backe zum Ergebniss …

News die Erste

Saturday, September 13th, 2008

Im Auftrag für’n Gili:

Hallo,

nach knapp 2 Wochen hab ich nun etwas Zeit zu berichten, werd mich aber kurz halten - das Meiste ist ja doch persoenlich erzaehlt interessanter als in textform :-)
Wie geplant bin ich in Buenos Aires gelandet. Da ich erst gegen 22 Uhr in der Stadt war hab ich mich nicht lange mit Hostelsuche aufgehalten - mir wurde abgeraten durch die Stadt zu laufen … was ich allerdings nach ein paar Tagen nicht verstehen kann, die Innenstadt wirkt genau so sicher wie die meisten europaeischen Grossstaedte. Meine 4 Tage in BA hab ich mit Einkaufen und den nur wenigen Touriattraktionen in der Stadt verbracht - da durfte natuerlich eine Tour durch das Boca Juniors Stadion und Museum nicht fehlen ;-) Maradona ole ole.
Weiter gings mit dem Bus zu den Iguazu-Wasserfaellen, diese liegen an den Grenzen zu Brasilien und Paraguay. Die Busfahrt dauert 20 Stunden, daher wurde natuerlich nicht an Geld gespart und die zweit hoechste Kategorie gekauft. Das heisst in Argentinien super bequeme liegesessel, warme und kalte Mahlzeiten waehrend der Fahrt sowie AYCD Getraenke, u.a. Wein und Champanger +hicks+. Die Faellen sind nice, aber drum rum ist leider gar nichts. Wenigstens hatte das Hostel Tischkicker, Pool, Tischtennis …
Ueber die Grenze nach Brasilien gings dann ins Pantanal, ein artenreiches Sumpfgebiet. 4 Tage wildlife watching mit zahlreichen Aktivitaeten (Bootstour, Jeeptour, Reiten, Schwimmen, Piranhas-angeln …). Top!!! Nur die 34+Grad und die Schwuele machen einen fertig.
So und vom Pantanal sollte es eigentlich direkt weiter ueber die Grenze nach Bolivien gehen. Sollte heisst, es ist nicht. derzeit sind alle Grenzen (mit Ausnahme nach Westen) in Bolivien blockiert. Heisst ein Haufen Schotter aufgeschuettet, ein Mob von Aufstaendischen und es gibt keine Einreisestempel. Man kann zwar trotzdem nach Bolivien reinlaufen, aber man kommt nicht weiter. Auch zahlreiche Strassen und die einzige Bahnstrecke sind blockiert … Angeblich soll ab Montag wieder alles normal sein, darauf ist aber kein Verlass und die Informationen sind meist nur Geruechte. Ich werd daher heute Nacht mit einem weiteren “gestrandeten” Traveler ueber Paraquay weiter reisen … die Grenzstadt in Brasilien ist ein Loch, hier gibts nur Internetcafes, BilliardCafes, Fitnessstudios und Drogenhandel. Mal sehen, ob ich dann von Asucion nach Bolivien fahr oder ueber Chili nach Peru und die geplante Reiseroute von hinten “aufroll”.
Ansonsten ist bisher top. In Argentinien kommt man mit Englisch super rum, in Brasilien bissle schwieriger. Man trifft genug Traveler um eigentlich fast immer Begleitung zu haben. Und ich sprech hier vermutlich mehr hebraeisch als in einem Jahr Israel … wahsinn wie viele hier rumreisen.

Puh jetzt ist doch laenger geworden als gedacht .. Bilder kann ich leider nur wenige liefern, scheiss Inet verbindung hier …
Img_1998: Obelisk in BA an der groessten Strasse, 18 Spuren … nicht zu sehen sind leider die Ampeln mit Fussgaenger-Gruen-Phasen-countdown :-)
Img_2011: Pantanal Landschaft
2045: Grenze nach Bolivien, vorne Schutthaufen, links “Mob”
2049: Grenzstadt in Bolivien, wie ausgestorben … normal wohl reger Handel.

werd jetzt vor dem Nachtbus noch All You Can Eat Pizza essen gehen … Tschoe.