Archive for January, 2008

Go Badgers!

Wednesday, January 30th, 2008

Wir haben letzte Woche gleich zweimal das Kohl Center mit unserer Anwesenheit geehrt. Zunächst waren wir - mehr oder weniger - auf einem Geburtstag eingeladen von einer die wir im Winter Park kennengelernt hatten. Nach einem Abendessen im “Nitty Gritty” wollten einige dann zum Damenbasketball ins Kohl Center. Da wir da umsonst reingekommen sind haben wir uns dann dort mit angehängt, wir waren schließlich vorher noch nicht im Kohl Center.
Viel zu schreiben gibts zum Damenteam eigentlich nicht. Es war stinklangweilig, da die Badgers recht schnell mit 20 Pkt. geführt haben und sonst war es auch nicht wirklich spektakulär. Gewonnen haben sie schlussendlich mit knapp 30 Pkt. Vorsprung. Anschließend ging es noch Richtung State Street in die City Bar. Dort musste der Peter dann noch einmal Mäxle erklären. Das wurde anschließend auch ausgiebig gespielt.

Zwei Tage später waren wir für ein gemütliches Samstagabendentspannungspiels des Eishockeyteams der UWISC im Kohl Center. Das war auch um einiges spannender als das Spiel der Damenmannschaft. Zunächst hatten die Badgers 2 große Chancen zur Führung, haben aber kurz danach eine doppelte Zeitstrafe und währenddessen auch das 0:1 kassiert. Das 0:2 folgte wenig später. Dennoch war die Stimmung echt immer sehr gut. In der zweiten Periode wurden die Badgers dann ein wenig stärker, dennoch konnten sie kein Tor gegen die Gophers aus Minnesota erzielen.
Erst in der dritten Periode konnten die Badgers mit einem Doppelschlag von Freshman Patrick Johnson den Ausgleich erzielen. Komischerweise wurde dann nochmals 5 Minuten Overtime hinten dran gehängt. Wieso, wissen wir leider nicht. Dort hatten die Badgers nochmal 2-3 Großchancen, aber der Puck wollte nicht im Netz landen. So blieb es beim 2:2 unentschieden. Das war dennoch glücklich, denn über das gesamte Spiel gesehen waren die Gophers die bessere Mannschaft (soweit ich das mit meinem Laienauge beurteilen kann).
Das Damenhockeyteam hat es mittags besser gemacht. Die haben 4:0 gewonnen…

Winter Park, Colorado

Sunday, January 27th, 2008

Kaum waren Moritz und ich eine Woche in Madison stand erneut Koffer packen auf unserem Programm. Diesmal ging mit Johannes und Sven auf nach Colorado zum Skifahren. Der Trip wurde vom Skiclub der Uni organisiert und war für alle 170 Teilnehmer die letzte Woche des Winterbreaks, bevor es im neuen Semester weiter ging.

Los ging es am Freitagabend. Die 1600km lange Busfahrt zum Winter Park Resort versprach nicht gerade eine erholsame Nacht. Kaum auf dem Highway angekommen wurde von den Tripleader in unserem Bus auch schon das erste Trinkspiel organisiert. Danach stieg die Party so richtig im Bus. Unsere Sitzplätze vor der Bustoilette erwiesen sich als suboptimal, aber auf diese Weise lernten wir zumindest jeden einzelnen aus dem Bus kennen.

Auf unserem Weg durch Iowa und Nebraska kam wahres Roadtrip Feeling auf. Ein Blick links aus dem Fenster…, nichts. Bis zum Horizont nichts als Gras. Ein Blick rechts aus dem Fenster… nichts. Dabei führte die Straße meist flach und geradeaus. *gähhnnn* Alle paar dutzend Meilen war zumindest eine Ranch zu erhaschen. Mehr Abwechslung bot uns dann der Weg durch Colorado und besonders die Fahrt in den Rockys. Mit der ansteigenden Straße wuchs bei uns die Vorfreude auf das Skifahren und der Wunsch endlich alle Glieder ausstrecken zu können gleichermaßen. Allerdings wurde unser Schlafdefizit aus der Nacht durch die Höheluft nicht besser. Schließlich lagen unsere Ferienwohnungen in knapp 3000 Meter über NN!!!

Moritz, Sven, Johannes und ich bezogen eine vierer Wohnung. Die Wohnung war super ausgestattet und hatte einen riesigen offenen Kamin, Stereoanlage, Fernseher,… Ihr einziges Manko war, dass es nur ein Doppelbett gab. Als zweite Schlafstätte diente die Klappcouch. Die war zwar auch ausreichend, aber das abendliche „Bett“beziehen und das Aufräumen der zig Laken (Federbetten scheinen sich in Amerika noch nicht durchgesetzt zu haben) war lästig.

Am Sonntagmorgen ging es dann gleich zur Ladenöffnung zum Skiverleih um uns das Material zu leihen. Für Moritz und Sven sollten es Skier sein. Johannes und ich, als alpines Greenhorn, liehen uns Snowboards. Kaum hatten wir alles beisammen ging es auch schnellst möglich Richtung Lift. Trotz des Wochenendes war an den Liften und auf den Pisten erstaunlich wenig los. Im Nu hatten wir das erste mal geliftet.

Der Schnee war super zum Fahren. Viel trockener als in Europa und mit -5°C waren es klasse Bedingungen. Meine ersten Abfahrten gingen gleich recht gut. Natürlich mussten die drei immer im Tal auf mich warten, aber mein Rückstand auf sie verkürzte sich stetig. Um sämtliche Pistenkilometer zu erschließen sind dort recht abenteuerliche Lifte im Einsatz. Der Einstieg, ohne Auskuppeln des Sessels, vermittelte uns den Eindruck als sollten wir auf den Gipfel geschossen werden. Dafür war die weitere Fahrt dann sehr gemütlich weil keinerlei Sicherungsbügel vorhanden war. So richtig sicher fühlten wir uns drin nie.  Dafür kann man in Winter Park mit dem höchstgelegenen 6er Sessellift der Welt bis auf 4000Meter hinauf. Leider kann ich euch in meiner Galerie kaum Bilder von dem super Panorama zeigen. Denn ab dem dritten Tag wurde es zu windig für den Lift auf 4000m und sein Betrieb wurde eingestellt. Pistenkilometer blieben dennoch genügend. Der Wind sollte jedoch der Bote für eine Saukälte sein, -26°C ohne windchill!!! Notgedrungen reduzierten wir unsere Zeit auf der Piste am vierten und fünften Tag. Alle 2 Stunden waren wir so durchgefroren, dass wir uns auf den Hütten aufwärmen mussten.

Zum Ausgleich wurden unsere Nächte länger. Mit unseren amerikanischen  Nachbarn betreiben wir einen Trinkspielkulturaustausch, wir erlernten das Bierpong spielen und zeigten ihn das „Mäxle“. Zum Abschluss wurde von den Tripleader noch  eine große Party organisiert. Dort zeigten die Amerikaner wieder eindrucksvoll ihre Art des Aprés Skis, bei der dass sie ohne Rücksicht auf die eigenen Grenzen immer Vollgas geben wollen.

Nachdem unsere Busfahrer die Rückfahrt mit einem affenartigen Tempo (120km/h mit Reisebusen!) zurückgelegt hatten, kamen wir viel früher als erwartet in Madison an. Als wir um 5Uhr morgens aus dem Bus stolperten folgte dann sofort die nächste Überraschung. Die Eiseskälte aus Colorado brachten wir gleich mit nach Madison. Bei -24°C machten Moritz und ich uns im Stechschritt auf den Weg zurück in unsere Wohnung, wo wir frierend aber dafür hellwach in Rekordzeit ankamen. 

Rangers vs Sabers

Monday, January 21st, 2008

Am Mittwoch Abend habe ich mich mit Ralf malwieder in die City begeben. Anlass war das Spiel der New York Rangers gegen die Buffalo Sabers … genau, ‘hockey’, bei uns auch unter Eishockey bekannt. Die sonstige Gang aus Princeton war irgendwie nicht interessiert oder wollte aus anderen Gründen nicht. Es ging also direkt von der Arbeit aus los, da daS spiel schon um 7pm losging und wir vorher ja auch noch einen kleinen Fast Food Happen in der Manhattan Mall zu uns nehmen wollten. Von dort gings direkt ein Block entfernt in in den ‘Garden’. Auch beim zweiten Mal ist diese kleine Halle mitten in Midtown durchaus noch eindrucksvoll. Gewundert hat mich malwieder, dass bei der Hymne vor dem Spiel keiner mitgesungen hat (Aufstehen ist natürlich Pflicht), und schon vor dem Ende des Gesangs geklatscht wurde. Beim Spiel selber und auch andauernd war dann (im Gegensatz zum Basketball) richtig Stimmung. Durch fleißige Verkäufer bekommt man während des Spiel so ziemlich alles an der Platz geliefert, nur Bier muss man natürlich sonstwo zu richtig fiesen Preisen selbst holen. Gesehen haben wir dann ein durchaus interessantes und auch spannendes Spiel, dass obwohl es vorallem im letzten Drittel durchaus zur Sache ging, leider keinen richtigen Fight zu bieten hatte. Die Schiedsrichter waren da komischerweise sehr streng, ansonsten lassen die teilweise richtige Prügeleien zu. Trotz einiger Zeitstrafen gegen die Rangers konnten sie dann auch die 2:1 Führung bis zum Ende retten. Danach gings (wie üblich) ins Stout, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen. Bilder wie immer in der Gallery.

Philadelphia und Washington DC

Friday, January 11th, 2008

Hat mit meinem Bericht leider etwas gedauert, sorry. Dafür gibt es eine Menge zu lesen… 

Nach einer kurzen Neujahrsnacht ging es für uns dann direkt weiter zum Newark Flughafen um unseren Leihwagen für die Fahrt nach Washington abzuholen. Leider wurden wir schon beim Beladen des Autos schon von einem schleichenden Plattfuß  gestoppt. Also mussten wir von unserem schicken PT Cruiser auf einen nicht ganz so schicken Suzuki wechseln. Der Wagen hat zwar einen höllen Radau gemacht, uns aber dennoch heil bis Washington gebracht. Auf dem Weg dorthin legten wir einen Zwischenstopp in Philadelphia ein.

Dass ein Nachmittag für Philly natürlich viel zu kurz ist war uns natürlich klar, aber die Zeit sollte ausreichen um einen Eindruck zu bekommen. Aus dem Reiseführer waren wir schon vorgewarnt, dass Parkhäuser hier verflixt teuer sein können $10 pro Stunden ist da keine Seltenheit. Also mussten wir ein paar Runden drehen bis wir dann doch was Bezahlbares gefunden haben. Wir spazierten zunächst Richtung Ufer des Delaware Rivers. Von hier hatten wir einen super Blick auf die Benjamin Franklin Bridge. Unser Rundgang führte uns weiter durch die Oldcity und den Independence National Historic Park. Hier gibt es Amerikanische Geschichte satt. Aus Zeitgründen mussten wir uns damit begnügen die schönen roten Backsteinhäuser von außen anzuschauen und Fotos zu machen. Bei Einbruch der Dunkelheit machten wir dann noch einen Abstecher zur City Hall. Dort wurde die Mummers Parade (http://mummers.com/) mit vielen Wagen und Kostümen aufgeführt. Da wir aber weiter zu unserem Check-in nach Washington mussten schauten wir das Treiben nur eine halbe Stunde an.

Das Allen Lee Hotel in Washington (http://www.theallenleehotel.com/) war etwas ganz anderes als unsere bisherigen Unterkünfte. Vom Komfort war es irgendwo zwischen Hostel und Hotel einzuordnen. Der eigentliche Clou war - wie so oft in den Staaten - das Gebäude selbst. Das Gebäude ist ca. 100 Jahre alt und hatte aufregend verwinkelte Gänge. Auch die Fenster waren ein Erlebnis. Sie waren lediglich zum herunter schieben und so sehr wir uns auch mühten, konnten wir einen letzten Spalt nicht schließen. Also stopften wir die Lücke mit Kissen. Sah etwas ulkig aus erfüllte aber seinen Zweck.

Am nächsten Morgen starteten wir unsere Tour im Viertel rund um den Capitol Hill. Als erstes schauten wir uns den Supreme Court an. Das Gebäude sieht mit seinem riesigen Treppenaufgang und seinen Säulen eher aus wie ein griechischer Tempel und weniger wie ein Gebäude aus dem 30er Jahren. Gleich das Nachbargebäude ist der nächste Prachtbau, die Library of Congress. Hier war vor allem der Lesesaal beeindruckend. Wenn bei uns so die Uni Bibliothek aussehen würde wäre ich dort auch öfter anzutreffen :). Leider war dort das Fotografieren nicht gestattet, aber wenn ihr euch in meiner Galerie die Bilder des Flures anseht, dann könnt ihr erahnen wie es im Lesesaal aussieht. Von den 130 Millionen Büchern die dort stehen sollen haben wir allerdings kaum welche gesehen. Vermutlich ist halb Washington untertunnelt und die Bücher dort eingelagert.

Auf der anderen Straßenseite steht das Capitol. Leider haben wir es aber nicht geschafft dies von innen zu besichtigen, da nur eine bestimmte Besucherzahl pro Tag zugelassen ist. Wir tröstet uns mit einer kleinen Fotosession von der National Mall aus (das ist der Park zum Fuße des Captiols). Weiter ging es ins Museum of the American Indian. Tolle ist, dass in Washington alle Museen und Memorials ohne Eintritt zu besichtigen sind. Allerdings muss man an jedem Eingang einen kompletten Sicherheitscheck absolvieren, aber nach ein paar Museen wird man darin zum Profi. Anschließend kann man einfach überall mal seine Nase reinstrecken um zu schauen ob die Ausstellung einem gefällt. Der größte Gegner dabei ist die Zeit und das Durchhaltevermögen der Fußsohlen. Im Dunklen besuchten wir noch das Weiße Haus in dem Georg W. zur gleichen Zeit nach sein Unwesen trieb. Im Anschluss noch schnell vorbei am Old Post Office und am FBI.Den Abend ließen wir bei einem schönen Bierchen in der District Brewery ausklingen.

Der nächste Tag war wolkenfrei aber verdammt kalt *bibber*. Wodurch unser outdoor Vormittag richtig hart wurde. Lincoln Memorial und einige War Memorials standen auf unserem Programm. Dabei haben die Erbauer geklotzt und nicht gekleckert, alle sind riesengroß und aufwändig gebaut. Die anstrengte Zeit stand uns dann vor dem Washington Memorial bevor. Am Ticketschalter konnten wir uns zwar wieder kostenlos Karte abholen mussten aber, gemäß unserer Besuchszeit, dann noch eine halbe Stunde vor dem Obelisken anstehen. Ihr glaubt gar nicht wie saukalt das ist bei, durch die starken Windböen, gefühlten -12°C. Wir waren heil froh als wir dann im Monument waren. Allerdings war dort mit aufwärmen auch nicht viel. Wir durften dort zwar so lange drin bleiben wie wir wollten, aber das Innere glich eher einer Tropfsteinhöhle als einem Memorial. Kaum zu glauben, dass das Teil schon 150 Jahre alt und noch nicht weggefault ist. Der 167m hohe Obelisk ist übrigens komplett aus Stein und Mörtel gebaut - kein Stahl! Nachdem wir uns im Foodcourt des Department of Commerce, selbst dafür ist ein Sicherheitscheck notwendig, gestärkt und aufgewärmt hatten besuchte Sybille die National Gallery of Art. Moritz und ich das National Air and Space Museum. Am Abend machten wir noch einen Abstecher nach Georgetown. Das ist ein schönes, 200 Jahres altes Viertel in dem sich Geschäft an Geschäft reiht. Der Weg daraus war allein der Besuch bei Johnny Rockets (http://www.johnnyrockets.com/aboutus/)  wert. Das ist ein Fastfood Restaurant im Stile der 50er Jahre, mit einer kleinen Musicbox an jedem Tisch. Wir hatten besonders beim abspielen der Lieder unseren Spaß die dann im ganzen Lokal ertönten.

Am nächsten morgen flogen wir dann gemeinsam zurück nach Chicago. Während Sybille den Flieger zurück nach Deutschland nahm fuhren Moritz und ich mit dem Bus zurück nach Madison.  Auch Washington hat uns allen drei super gefallen. Die Stadt wird von den meisten unterschätzt und ist mit Sicherheit eine Reise wert. Dafür dürft ihr dann auch gerne mehr als drei Tage einplanen.   

Working up

Wednesday, January 9th, 2008

Hi!

Endlich schaff ichs auch malwieder was neues zu schrieben. Letzten Dienstag war ich mal zur Abwechslung sehr fleißig und habe mir eine öffentliche Vorlesung an der Uni angehört. Gesprochen hat Nicholas_Stern, der vom Stern Report, über die Folgen und Risiken der globalen Erwärmung auf die Wirtschaft. Mir hats (entgegen einigen anderen) ganz gut gefallen und ich habe mich seit langem malwieder wie ein Student gefühlt :) Auf die Details des Vortrags gehe ich hier nicht ein, nur soviel: Er hat quasi bewiesen, dass es bedeutend teurer ist weiterhin CO2 in die Atmosphäre zu blasen als Geld dafür auszugeben dieses zu verhindern (Details zur Vorlesung) . War wirklich sehr interessant eben das Problem nicht (nur) von der ethischen und wissenschaftlichen Seite zu betrachten, sondern rein von der ökonomischen Seite. Leider sind die zukünftigen Vorlesungen vom Thema her ziemlich uninteressant. Apropos global warming, aktuell ist es hier seichwarm. Gestern +15°C und heute knappe 20°C … Anfang Januar. Achja, haben heute dann natürlich lunch auf der Terasse in der Sonne gehabt :)

Rückblick:
Es gibt ein paar neue Bilder in der Gallery. Die meisten sind über Weihnachten und bis Neujahr entstanden, manche sogar noch früher. Über Weihnachtne hatte ich übrigens Besuch von meinen Eltern mit denen ich kurz Princeton, einige Tage New York City und zu entspannenden Abschluß noch zwei Tage an der Küste New Jerseys verbracht habe. Somit konnte ich mal New York intensiv genießen, ohne die abschließende Heimfahrt nach Princeton und auch mal die etwas teurere (und dann auch sehr gute) amerikanische Küche auskosten. Gewohnt haben wir in einem Künstlerhotel (Chelsea Hotel) mit sehr viel Flair, interessanter Vergangenheit mitten in Chelsea. War also ein etwas untypisches Weihnachten und Geburtstag, trotzdem aber durchaus schön! Vom New Year’s Eve ist ja schon von den Kollegen aus Madison berichtet worden. Ergänzend kann ich noch sagen, dass die Skyline bei Nacht, wenigstens halbwegs milden Temperaturen, kein Gedränge und “freier” Alkoholkonsum doch ganz gut über das etwas schwache Feuerwerk hinweggetröstet haben. Dazu hat auch der Barkeeper hinterher beigetragen, der nach der ersten Runde anstatt abzukassieren nur noch ‘Happy new year!’ rief :) Übrigens wars ein ziemlich seltsames Gefühl um 18 Uhr an Sylvester in den Nachrichten schon die Neujahrsfeierlichkeiten in Berlin zu sehen. Soweit malwieder das Neueste!

New York, New York

Sunday, January 6th, 2008

I wanna wake up in a city, that doesn’t sleep… waren Frank Sinatras Worte zu New York. Weltstadt, Handelsmetropole und viele Touristen, dass erwartete uns in New York.

Den ersten Tag haben wir noch etwas ruhig angehen lassen und sind nur ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Vorbei an Ground Zero und Wall Street, durch den Battery Park am Südende Manhattans zurück über die 5th Avenue nach Norden. Danach haben wir den Abend in einer Bar/Kneipe ausklingen lassen um am nächsten Tag fit zu sein für größere Aufgaben.
Wir begannen zunächst mit dem Times Square, der völlig überfüllt mir Touristen war und auch schon die Vorbereitungen für New Years Eve getroffen wurden. Anschließend besuchten wir das Rockefeller Center um über den nördlicheren Teil der 5th Avenue zum Central Park zu gelangen. Für den Nachmittag entschieden wir uns für das Empire State Building, da das Wetter mitspielte und die Vorhersagen für die nächsten Tage nicht so berauschend waren. Nach über 3h anstehen und diversen Sicherheitskontrollen standen wir schließlich oben und konnten die Skyline von Manhattan auch von oben betrachten.
Der nächste Tag führte uns ins Metropolitan Museum of Art. Das Museum ist eigentlich ein Overkill an Kunst. Es ist einfach riesig und man kann dort sicherlich Tage und Wochen verbringen. Anschließend gingen wir voller Erwartung Richtung Guggenheim Museum, dessen Architektur sicherlich schon ein Gang wert ist. Leider war die Fassade von einem Gerüst verdeckt. Auch im Inneren war die Architektur weitestgehend das Interessanteste und wir wurden ein wenig enttäuscht. Abends wurde dann auch das Wetter schlecht und es begann zu regnen. Was macht man dann? Natürlich shoppen in DER Shoppingstadt schlechthin, denkt man… Die Läden haben um 7 p.m. zum Teil schon geschlossen, da kann sogar Stuttgart länger ;). Allerdings gibts auch ein paar wenige die länger offen hatten. Durchnässt ging es zum Abend-Fast-Food und anschießend aufwärmen bei Kaffee bzw. Hot Chocolate.
Silvester war wider der Vorhersage superschön. Dennoch sind wir ins Museum of Modern Art und anschließend zur Hafenrundfahrt. Das war die Sensation schlechthin: strahlender Sonnenschein, Sonnenuntergang auf der Höhe von Miss Liberty und die Skyline von beiden Seiten in der Abenddämmerung gesehen. Man kann nur hoffen, dass die Bilder trotz des Wackelns auf dem Boot etwas geworden sind. Mann, was hätte ich in dem Moment für eine gute Kamera gegeben…
Den New Years Eve feierten wir dann auf der Jersey Seite in Hoboken, der Geburtsstadt von Frank Sinatra. Nach einigen Problemchen haben wir es auch geschafft uns mit dem David zusammenzutelefonieren. Der Kerl kann einfach nicht den Weg erklären :p. Voller Erwartung haben wir uns dann aufs Feuerwerk gefreut. Skyline von Manhattan und überall Feuerwerk. Tja, Pustekuchen. Feuerwerkskörper sind hier wohl verboten und es gibt daher nur angemeldete Feuerwerke. Eins im Central Park, von dem man nur ganz wenig erhaschen konnte und ein Minifeuerwerk am Times Square, von dem man nur den Rauch sah. An der Südspitze Manhattans gab es dann noch das letzte Feuerwerk. Das konnten wir recht gut sehen. Aber ehrlich gesagt: Da müssen die hier noch ganz schön üben.

Als Fazit bleibt mir persönlich zu sagen: New York ist eine anstrengende Stadt. Unheimlich viele Menschen und unheimlich wenig Zeit. Wenn man die Stadt richtig erleben möchte muss man sicherlich einen Urlaub nur dafür einplanen. Dennoch liegt sie bisher in meiner persönlichen Rangliste hinter Chicago, da hier die Architektur einfach großartiger ist. Trotz alledem würde ich hier nochmal her kommen, dann aber mit einer richtig guten Kamera.

Jetzt hab ich wieder soviel geschrieben, das ja doch keiner ließt, mehr als ich eigentlich wollte… Deswegen gibts demnächst dann noch den Blogeintrag zu Philly und D.C. Vielleicht machts der Peter auch nachher noch, wer weiß…

Besuch aus Deutschland

Sunday, January 6th, 2008

Die Weihnachtsferien nutze meine Schwester Sybille um in die USA zu reisen und mich hier in Madison zu besuchen. War für sie quasi eine Studienfahrt, denn am 7. beginnt ihr Referendariat. Viel Spaß dabei :)

Das üppige Weihnachtsessen versuchten wir dann alle am 25. zunächst bei einem Spaziergang entlang des Lake Mendota zu verbrennen. Da schon große Abschnitte des Sees zugefroren waren und viele Eisangler dort geduldig mit ihren Ruten warteten, konnten es wir natürlich auch nicht lassen ein bisschen über das Eis zu spazieren. Für unsere weitere Wanderung bevorzugten wir aber dann doch wieder den festen Erdboden.

Damit der Truthahn auch wirklich nicht ansetzt war auch am nächsten Tag noch einmal Action angesagt. Also besichtigten wir am zweiten Weihnachtsfeiertag – der hier übrigens gar keiner ist – dann das Capitol in Madison. Wir hatten dort einen klasse Führer der uns mit einer Mischung aus Lokalpatriotismus und Entertainment den Bau erklärte. Das Geschichts- und das Geologiemuseum die wir ebenfalls besuchten konnten da weder vom Unterhaltungs- noch vom Informationswert mithalten. Was nicht weiter tragisch war, denn unsere Aufnahmefähigkeit sollte die nächsten Tage bei unserem Silvestertrip noch über die Maßen auf die Probe gestellt werden.  

Reist mit uns am besten gleich weiter zum New York Eintrag…