Archive for November, 2007

Verschiedenes

Monday, November 19th, 2007

So, ich mal wieder, nachdem die beiden Nordlichter hier ja schon fleißig rumgespamt haben :)
Bin weiterhin fleißig am Arbeiten und so langsam geht auch was vorwärts. Allerdings auch etwas unter Zeitdruck, da wir bis Ende November gewisse Funktionalitäten vorweisen müssen. Mal sehen was das gibt. Dazu kommt noch, dass nächste Woche ja nun Thanksgiving ansteht. Sprich verlängertes Wochenende von Donnerstag bis Sonntag. Die Gelegenheit lassen wir natürlich nicht ungenutzt und fahren mal etwas durch das Land bis wir hoffentlich irgendwann in Toronto ankommen, wo wir drei volle Tage verbringen werden. Unterwegs gibts natürlich noch den Toronto-Klassiker, die Niagara Falls. Dazu gibts dann wieder einen schönen Blogeintrag.
Mittlerweile ist hier auch der nasskalte Herbst eingekehrt. Sprich, viel Laub auf der Strasse, Regen und Temperaturen knapp über dem Nullpunkt. Immerhin war es die letzten Tage immerhin sonnig, das Wochenende allerdings sehr trübe.
Ansonsten kann ich noch über einige (teilweise bekannte) Besonderheiten des amerikanischen Alltagslebens berichten.
1. Riesige Kühlschränke, mit ‘crushed ice’ oder ‘cubes’ in der Tür. Da einer nicht genug ist, gibts natürlich noch nen zweiten in der Garage. Sprich, obwohl 4 Leute in diesem Haus leben mehr als genug Platz Lebensmittel für ne halbe Armee zu lagern.
2. Wo wir bei der Garage sind. Diese wird also Eingang für das Haus genutzt, da man, wie gewohnt, durch eine Tür direkt in das Haus gelangt, wo auch gleich der Schuhschrank steht. Die Haustür wird nur gelegentlich benutzt. Am Anfang fand ichs relativ komisch, aber habe mich schnell dran gewöhnt, da es sehr praktisch ist, wenn man vollbeladen vom Einkaufen kommt nur den Code für die Garage eintippen muss und nicht nach den Schlüssel kramen und 2 (doppelte Sicherheit für doppelte Angst vor Einbrechern hier) Schlösser mühsam aufschließen muss.
3. Ein Shredder im Abfluß. Sehr krasses Gerät. Kann man halt alles ins Waschbecken kippen, Shredder an und schon ist die Küche versaut, aber der Abfluß frei. Also durchaus mit Vorsicht zu genießen.
4. Hier in New Jersey sind self-service Tankstellen verboten. Man fährt also zur Zapfsäule, läßt das Fenster herunter, wartet bis einer kommt und sagt was man haben will. Wobei man auch exakt für zB $10 tanken kann. Die Zapfsäule zählt dann herunter bis die $10 weg sind. Dauert insgesamt etwas länger, aber hat durchaus auch was.
So, das wäre so die markantesten Dinge, neben den sonstigen Verrücktheiten hier :)
Achja, der Präsidentschafts-Wahlkampf spitzt sich so langsam zu. Gestern kam ein TV-Duell mit den demokratischen Kandidaten. Nächste Woche gibts das gleiche mit den Republikanischen. Daneben interressiert man sich hier noch sehr für die Situation in Pakistan. Aus Europa gibts fast gar nix ‘on the news’.
Wünsche euch allen (vorallem den zwei aus Wiscaaaaaaansn) ein schönes Thanksgiving!

Die ersten Tage…

Monday, November 12th, 2007

Nachdem wir jetzt schon seit ein paar Tagen hier in Määäädisäään, Wizzzcaaannsin (so in etwa sprechen die Amis das hier aus) sind, wollen wir euch mal wieder auf dem Laufenden halten:

 Zunächst einmal mussten wir uns um den ganzen Paperworkstuff kümmern. Alle die hier schon mal waren bzw. noch sind wissen was das bedeutet. Für diejenigen die es nicht wissen eine kurze Zusammenfassung: Anmelden beim Institut, dort Formulare ausfüllen, dann einen Uniausweis (ich bezeichne es absichtlich nicht als Studentenausweis, da das die Mitarbeiter auch bekommen) besorgen, beim IFSS anmelden (Ja, wir sind gut hier angekommen und nicht zwischen Chicago und Madison verloren gegangen) und eine Krankenversicherung beantragen.
Am Institut haben wir dann den dortigen Professor kennengelernt. Wir dachten erst wir sprechen mit ihm englisch, dann sagt er wir können aber auch deutsch, spanisch oder französisch sprechen, kein Problem. Da waren wir doch kurz ziemlich baff. Das “Office” wurde bis wir kamen eindeutig von Kolumbianern beherrscht, aber seit dem wir hier sind haben die Deutschen die Macht an sich gerissen. Es sind nämlich noch drei Jungs aus Aachen hier. Alle rundum machen einen sehr netten und aufgeschlossenen Eindruck. Mit zwei von den Aachenern (Johannes und Daniel) waren wir am Freitag dann gleich mal die Stadt unsicher machen. Um es mit Johannes’ Worten auszudrücken: Ballern!
Die Amis sind schon ein sehr lustiges Völkchen. Die haben hier um 2 p.m. Sperrstunde… 2! in Worten ZWEI. Da läuft man bei uns ja erst warm. Auf jedenfall knallen sich die Amis halt bis dahin schon total weg.
Samstag war dann College-Football angesagt. Das Spiel des Jahres, Wisconsin vs. Michigan, das ist so wie BVB vs. S04. Leider hat mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich bin klugerweise zu Hause geblieben. Ich vertrag glaub ich das amerikanische Essen noch nicht so gut. Peter und Johannes haben auf dem Schwarzmarkt noch Karten ergattern können. Ich hab das Spiel dann per Ohr verfolgt, da wir quasi im Stadion wohnen. Bei 80.000 Leuten auch kein Problem. Rund um das Stadion ging es auch davor schon ganz gut ab. Grill- und Bierparty sozusagen. Wie es im Stadion war, kann ich euch leider nicht berichten, aber der Peter wird das sicher gerne noch nachholen.
Den Rest vom Samstag hab ich einfach nur verpennt. Guter Einstand für das erste Wochenende, nicht wahr? Wir haben aber mittlerweile noch einen Supermarkt gefunden, der auch frisches Obst und Gemüse verkauft. Der reine Wahnsinn! Vielleicht lässt es sich essenstechnisch hier doch noch leben.

Ach übrigens, heute war es in Madison 13°C warm, also wesentlich wärmer als in Stuttgart oder Nürnberg. Aber glaubt mir, überall bekommt man an den Kopf geworfen: Bald hats -30°C, da geht ihr nicht mehr raus!

Halloween, yooooo

Saturday, November 10th, 2007

Kleiner Nachtrag zum vergangenen Mittwoch an dem ja bekanntermaßen Halloween war. Ich habe mich also mit drei Kollegen etwas
früher von der Arbeit verabschiedet und haben uns malwieder auf den Weg nach NYC gemacht. In der Mittagspause haben wir uns
noch notdürftig mit Utensilien zum Verkleiden versorgt. Natürlich kurz vor knapp, ihr kennt mich ja :) Das Ergebnis unserer
grandioses Verkleidung kann nebst anderen Bildern vom Abend in der NY Gallery bestaunt werden. In Jersey City an der Path-
Station angekommen gings schon los. Jede Menge verkleidete Gestalten von aufwendig bis einfach mit allen möglich Ideen. Wer
meint an Halloween sollte man sich irgendwie gruselig verkleiden der irrt. Alles ist erlaubt. Ausnahmsweise kamen wir sogar
halbwegs pünktlich in Manhattan Downtown an und konnten die (berühmte) Greenwich Village Halloween Parade entlang der 6th Ave
bestaunen, welche übrigens Teil der ‘100 Things to Do Before You Die’ ist. War wirklich nicht schlecht, wobei es im Großen
und Ganzen ein Faschingsumzug war nur mit extrem vielen Teilnehmern und noch mehr Zuschauer, die natürlich auch alle
verkleidet waren. In der Parade gabs so ziemlich alles zu sehen, was man sich vorstellen kann. Umzugswagen, Stelzenläufer,
Formationstanz, Fahnenschwinger, usw. So gegen 22 Uhr hatten wir dann genug und haben uns noch auf den Weg zur Bar13 gemacht,
ein kleiner Club im Herzen von Manhattan wo wir noch die ein oder andere ausgefallene Verkleidung begutachten durften.
Mittlerweile ist das Kommerzereignis Halloween vorbei und Weihnachten steht schon fast vor der Tür. Bin gespannt, wann ich das
erste Haus sehe, das Tim Taylor-like dekoriert ist :) Erfriert nicht im kalten Deutschland und laßt das Auto stehen, damit der
Sprit wieder billiger wird, bis ich wieder da bin!

Hello from Madison

Thursday, November 8th, 2007

Hallo,

nun haben es Moritz und ich auch geschafft und sind heile in Madison angekommen. Die Invasion der Schwaben in den USA geht also munter weiter. Nach einer sehr kurzen Nacht in Frankfurt haben wir uns am Dienstag um halb sechs Uhr morgens auf den Weg zum Flughafen gemacht. Das Einchecken dort war trotz meines Übergepäcks (Fahrrad) recht easy. Das ätzende am Flug in die USA ist, dass du qusi den ganzen Flug über die selbe local time hast. Dabei vergeht die Zeit nicht gerade sprichwörtlich wie im Fluge. Wir lenkten uns durch intensives studieren des Boardentertainments ab.

Nach über 9 Stunden Flug haben wir dann in Chicago unmittelbar nach der Einreise einen kleinen Schreck bekommen. Moritz hatte seine Sonnenbrille im Flieger liegen lassen. Also hieß es für ihn erstmal zum lost-and-fund zu flitzen, während ich auf das Gepäck aufgepasst habe. Das lost-and-fund am Flughafen ist aber nicht mal eben um die Ecke, sondern nur mit einer Fahrt mit dem metra train zu erreichen. Leider war sein Weg umsonst und wir werden also die nächsten Tage per Telefon versuchen das Ding wieder zu bekommen.

Den Weg von Chicago nach Madison haben wir im, für hier standesgemäßen SUV zurückgelegt. Die Fahrt auf dem Highway war richtig unterhaltsam. Das kurioseste war ein Van, der bei speed limit 55, mit einem komplett über den Boden schleifenden Auspuff und mindesten 25 Milen zu schnell, sich durch den Verkehr schlängelte. Dass der Auspuff dabei wie wild Funken schlug schien den Fahrer jedoch nicht weiter zu irritieren.

Nach rund zwei Stunden haben wir dann (auf Anhieb!) unser neues Domizil in Madison gefunden - das University House Regent. Ein nicht umbedingt hübscher aber sauberer 8 Stockwerke hoher Klotz. Unser Weg zur Uni ist nicht mal 1 Kilometer und selbst in die Innenstadt ist es mit ca. 3 Kilometern sehr nah. Die Innestadt stellen die Viertel rund um das Capitol dar. Die Gegend bietet für eine Stadt mit nur 220 000 Einwohnern einiges. Downtown hat es hier viele kleine Geschäfte die zum Beispiel nichts anderes verkaufen als dutzende Sorten Popcorn!? Außerhalb stehen dann die großen Malls. Ich denke eher ungewöhnlich für amerikanische Verhälnisse ist, dass alles mit dem Bus sehr gut zuerreichen ist. Im Regent wohnen wir gemeinsam in einer drei Zimmerwohnung. Bilder davon gibt es dann demnächst. Obwohl unsere Wohnung fully furnished ist gibt es in der Küche weder Geschirr noch Besteck oder gar Töpfe und Pfannen. Also haben wir uns, von der sehr netten Office Managerin hier im Haus, den Weg zum nächsten Walmart erklären lassen und uns erstmal mit sämtlichen Starter-Kits ausgestattet. Dafür dass wir uns sogar noch Bettdecken und Kopfkisten zulegen mussten sind wir mit zusammen 290$ auch noch richtig günstig davon gekommen. Mein persönliches Lieblingsstück ist die Stehlampe fürs Wohnzimmer - 7$. Wenn sie jetzt auch Licht machen würde - unbezahlbar. Liegt aber nur an der fehlenden Birne, das dürfte das geringste Problem sein.

Heute Vormittag haben wir dann unseren Ford Explorer am Flughafen in Madison zurückgegeben. Mit dem Ausschildern haben es die Amis nicht so, also haben wir uns auch prompt verfahren. Zurück ging es dann mit dem Bus und gleich zum ersten Mal zur Uni. Das ist total krass hier, denn jeder Bus hat am Foderwagen einen Fahrradständer montiert auf dem du kostenlos dein Fahrrad mitnehmen kannst. In der Stadt halten die Buse auch fast alle 1/4 Meile. An der Uni haben wir erfahren, dass unser Ansprechpartner für alle anstehenden Papierkriegs-Angelegenheiten heute krank leider krank ist. Auch bei Professor Osswald, an dessen Projekt Airless Tire wir unsere Studienarbeit schreiben werden, konnten wir keinen Termin mehr für heute ausmachen. Dann ist also morgen die komplette Wilkommensrunde angesagt. Hoffentlich haben wir dann mehr Glück.

Schöne Grüße

Peter

My home

Saturday, November 3rd, 2007

Soo, endlich malwieder Zeit einiges zu erledigen. Unter anderem hier ein kleiner Eintrag zu meiner Behausung für das halbe
Jahr. Viel gibts eigentlich nicht dazu zu sagen, einfach die Bilder anschauen. Bin sehr zufrieden und verstehe mich mit meinen
Mitbewohnern sehr gut. Die da wären, Vankit und Arun, zwei ‘young professionals’, einer an der Uni, der andere bei einer ‘local
company’. Und natürlich meine Vemieterin, Mangai, die hier für Ordnung sorgt. Allesamt sind sozusagen amerikansiche Inder und
wirklich nett. Und die Miete ist für das, was ich bekomme ziemlich günstig. Haus hat alle typisch amerikanischen
Annehmlichkeiten (Heizung über Heißluft *kopfschüttel*, Garage direkt am Haus und riesige Wohnküche). Auch meine ‘hood’ ist
ein typischer amerikanischer Vorort, der ziemlich nahe zu Siemens liegt. Sprich, bin soweit ganz zufrieden und gehe stark davon
aus, dass es auch so bleibt. So langsam ist auch hier der Herbst eingekehrt und es ist regnerisch, trübe und kalt heute.
Bis zum nächstens Mal! :)