Archive for April, 2006
Taxifahren, oder die engste Stelle zwischen Leben und Tod
Sunday, April 16th, 2006Nachdem wir unser erstes Wochenende sozusagen dazu genutzt haben unseren Jetlag abzulegen und nur Kleinigkeiten unternommen haben war dieses Wochenende doch ereignisreicher. Am Samstag haben wir im Stoff-Market meinen Anzug (43Euro) und Christianes Mantel (22Euro) abgeholt, wir waren mit dem Preis-Leistungsverhältnis absolut zufrieden und haben gleich noch drei Maßgeschneiderte Hemden für mich, eine Bluse und einen Hosenanzug für Christiane bestellt, der Spaß wird uns einmal mehr Geld aus der Tasche ziehen, aber wir werden die 70Euro verschmerzen können… ![]()
Samstag Abend sind wir dann zuerst am Bund gewesen (das ist die Flusspromenade, von der aus man einen gigantischen Ausblick hat, und ich hatte meine Camera vergessen) im Anschluss sind wir dann mit unserer Mitbewohnerin (Nadine) zu ihrem Abschiedsessen gegangen, dass ganze hat in einem japanischen Restaurant stattgefunden. Wir hatten einen Tisch, der in der Mitte einen Grill hat, so dass alle Speisen am Tisch zubereitet werden können. Der Spaß kostet 15Euro, es gilt aber das Motto: „All you can eat and drink!“, die Folge könnt ihr euch selber vorstellen (ich nen dicken Schädel heute morgen, vertrag den heissen Sake einfach nicht, jedenfalls nicht in diesen Mengen und das chinesische Bier ist auch gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Die Heimfahrt wurden dann äußerst lustig, auf der Autobahn überlegte sich unser Taxifahrer kurzfristig einen Sekundenschlaf einzulegen, was bei uns weniger Freude hervorrief, ich sah schon die Schlagzeile: „Taxifahrer tötet mit Sekundenschlaf vier deutsche in Shanghai!“ (na ja, lassen wir die Scherze).
Heute war dann „old Shanghai“ angesagt, die Unterschiede sind einfach krass (Bilder werden folgen), am Straßenrand sitzen die Leute um ihr essen quasi vom Boden zu essen und im Hintergrund steht ein gläsernes/glänzendes/spiegelndes Hochhaus…
Zum Schluß wurde ich dann noch mal auf den Fake-Market gedrängt, weil Christiane: „…nichts zum anziehen habe…“ (soll ich mehr dazu sagen?? Wir waren letztes WE schon SA und So dort.). Jedenfalls haben wir dann mal zwei Polo-Shirts für mich und einen Pullover für sie gekauft, Gürtel haben wir dann auch noch gekauft, wobei sich hier mal wieder eine Enttäuschung für Christiane herausstellte als wir daheim waren, nachdem ihre Uhr von Samstag schon am Sonntag nur mit halber Geschwindigkeit lief (am Montag stand sie dann) mussten wir am Sonntag eine neue kaufen und heute merkte sie (wieder erst zuhause) das ihre Gürtelschnalle kaputt war/ist. Um es mit einem Zitat zu beenden: „Haste Scheiße am Schuh, dann haste Scheiße am Schuh!“
Einen kleinen Einschub kann ich noch zu eurer Belustigung beitragen, nachdem ich mir vorgenommen hatte, die kulinarischen Möglichkeiten die sich mir hier böten auch zu nutzen habe ich letzte Woche Mittwoch zum Ersten mal ein Gericht nicht angerührt, nachdem ich festgestellt habe was es ist… (ich habs mir gerade anders überleg, ich werde es euch nicht verraten, aber ihr könnt es erraten, dass ist vielleicht lustiger: Es kann wenn es im ganzen lebendig ist fliegen, es ist eins der wichtigsten Körperteile und es sieht auf dem Teller ein bischen nach frittiertem Flügel oder Hühnerschenkel aus)
Also mal los, in ca. ner Woche gibt’s die Lösung. (Mehrfach Nennungen sind auch möglich)
Wenn Schnupfen nicht ausreicht
Saturday, April 8th, 2006Damit ihr dann auch wisst wie es uns geht werde ich mal versuchen die letzten Tage ein wenig in mein Gedächtnis zurück zu rufen.
Also angefangen hat das ganze am Montag morgen, Abflug ab Stuttgart, dass hat auch noch alles einwandfrei geklappt, in London wurde es dann schon ein wenig komisch, die Deppen fahren echt auf der falschen Seite, es ist also kein Scherz (war mir klar, über so etwas scherzt man nicht).
Nach dem wir aber unser Flugzeug nach Shanghai bestiegen hatten kam uns ein recht eigenartiger Geruch in die Nase, trotz das ich erkältet war und eine geschlossene Nase hatte, konnte ich gleich feststellen, es riecht nach Schei…, es klärte sich auch schnell auf, dass in der Reihe hinter uns zwei Kleinkinder saßen (Anm: der Flug dauerte 10,5Std).
(Falls ihr wissen wollt ob sie Windeln trugen, keine Ahnung, geschi…. hatten sie jedenfalls sicher, wurde aber wohl zwischen durch auch mal gereinigt…)
In Shanghai angekommen erwartete uns erstmal die übliche Einreiseprozedur (alles kein Problem). Am Ausgang fanden wir dann auch in einer Menschenmenge von bestimmt 200Chinesen einen, der ein Schild mit unseren Namen trug. Dieser (der Fahrer) und eine weitere Siemens-Mitarbeiterin brachten uns dann in unser Appartement, wo wir nicht viel Zeit hatten, wir sollten gleich wieder mit (so hatten wir uns das nicht vorgestellt).
Wir teilten ihnen mit, dass wir noch Geld wechseln müssten, weshalb wir zu einer überfüllten Bank fuhren, wo man uns mitteilte, dass man zum Geld wechseln den Reisepass benötigt…
Also zurück zum Appartement, Pässe holen und wieder zur Bank, wo sich unsere (un-)freundliche Abholerin entschied erst ins Werk zufahren und zu Mittag zu essen, weil wir in der Bank zu lange warten müssten.
Nach dem Essen wurden wir dann (nach 18Std Flugzeug/Flughafen, ungeduscht, ohne Schlaf) unserem Chef, Dieter Xu, vorgestellt. Man zeigte uns noch unsere Arbeitsplätze und verabschiedete uns dann (endlich).
So mehr gibt’s zum ersten Tag eigentlich auch nicht zu sagen, ich bin auch gerade zu fertig um in einer fesselnden Weise zu schreiben, von daher ist’s vermutlich besser ich hoer jetzt auf und mach wann anders weiter…