Archive for October, 2005

Wo der Weihnachtsmann wohnt

Monday, October 31st, 2005

Genau da war ich: in Rovaniemi, Polarkreis, Lappland, Finnland, da wo der Weihnachtsmann wohnt. Und er wohnt da wirklich, ich hab ihn gesehen! Allerdings habe ich kein Bild von ihm, denn der alte Mann ist ganz schön gierig: 19 EUR will er für ein Foto haben!! Und da ich ja eh glaube, dass das Christkind und nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, wars mir das nicht wert. Habe dafür genug andere Fotos gemacht, die ich dann auch gleich hochladen werde.
Am Donnerstag, den 27.10.05 gings in aller Frühe mit der Hinfahrt los (es war jedenfalls noch dunkel draußen!), wir stapften durch den Schnee zur Uni wo unser Bus losfuhr. Da ichs ja inzwischen gewohnt bin, im Bus zu schlafen (Russlanderfahrung) schlief ich den größten Teil der Fahrt bis zur University of Lappland in Rovaniemi, wo wir zum Mittag in die Mensa gingen. War so ziemlich genau das gleiche wie in Joensuu, ich frage mich, ob alle finnischen Mensen ihr Essen von einer zentralen Stelle aus geliefert bekommen. Nach dem Essen gabs noch einen kurzen Vortrag über studieren an der nördlichsten Uni Europas, auch hier ziemlich das gleiche wie in Joensuu: ruhig, gute Betreuung, schöne Landschaft… man kennt das ja.
Von Rovaniemi gings noch ein bißchen weiter nach Norden zum Polarkreis (Napapiiri auf finnisch) und ins Santa Claus Village. Der Polarkreis ist da sehr groß eingezeichnet und die Fotos wie wir über ihn drüber gehen waren natürlich obligatorisch.
Unsere Unterbringung in Lappland war dann nochmal über 200km weiter nörlich von Rovaniemi in Hanhimaa in einer alten Schule. Sehr nettes Gebäude, es gab einen Essflur und zwei alte Klassenzimmer, in denen jetzt die Schlafsäale sind. Weiterhinten sind noch mehrere kleine Zimmer, vermutlich die alten Wohn- und Arbeitsräume des Lehrers. Die Zimmer sind aber sehr klasse eingerichtet, es hängen noch Tafeln, Karten und Schaubilder an den Wänden. Außerdem gabs auch ein paar Bücher, wobei mich “Päkäpää” am meisten fasziniert hat, ein Bilderbuch über ein Schaf, dass sich verirrt. Ich hab auf jeder Seite so etwa 3-4 Worte verstanden, ich bin stolz auf mich :-D Draußen gabs noch eine echte Holzofensauna und das ganze wirklich “in the middle of nowhere”. Da wir ja doch schon recht weit im Norden sind, war es auf der Fahrt dorthin auch schon so ziemlich Nacht, was aber ziemlich geil war, weil wir wunderschöne Polarlichter aus dem Bus raus beobachten konnten. Fotos konnte ich leider keine machen, weil lange Belichtunszeit und fahrender Bus sich nicht ganz vertragen. Es gab ein paar, die auf die schlaue Idee kamen, die Polarlichter anzublitzen, bin mal gespannt was man auf den Bilder sieht *gg* Da wir ja aber noch zwei weitere Nächte in Lapplan verbringen würden, hatte ich die Hoffnung nochmal welche zu sehen. Die hat sich leider nicht erfüllt, da wir den Rest des Wochenendes eine geschlossene Wolkendecke hatten :-( Sieht wohl so aus, als müsste ich nochmal nach Lappland fahren…
In der Schule jedenfalls gabs dann Vesper zum Abendessen, und danach wurden auch bald die Wodkaflaschen geöffnet. Da wir größtenteils eine sehr nette Gruppe waren hatten wir durchaus unseren Spaß, allerdings hing mir Russland noch etwas in den Knochen und ich bin gegen halb drei ins Bett gegangen, während noch einige draußen (also nicht ganz draußen, sondern halt vor dem Zimmer im Essflur) Party gemacht haben. Bis die ins Bett gingen hab ich nur mehr oder weniger gedöst, als sie dann ins Bett gingen war ich wieder richtig wach, weil ein paar noch meinten “Love and Marriage” in voller Inbrunst etwa eine Stunde lang zu singen. Was solls, mit 4 Stunden Schlaf ist man ja auch mehr als ausgeruht. Leider nur waren die gleichen auch am nächsten morge noch vor mir wach und weckten den Rest des Saals mit verschiedenen gewagten Interpretationen von Beatlesliedern. So ists halt, wenn man in einem Schlafsaal schläft.
Am diesem Tag, Freitag, der 28.10.05, stand dann eine Wanderung im Pallas-Ylläs National Park auf dem Programm. Dieser Park beschützt die Tiere und Landschaft einer Hügelkette dort, wobei die Hügel wenn ich mich richtig erinnere sogar bis 400m hoch sind. Der Plan war auf einen Lookout hochzulaufen und den Blick über die verschneite Landschaft zu genießen. Als wir am Beginn der Wanderroute waren, mussten wir aber feststellen, dass das mit Blick nichts wird, weil auf Grund von Nebel bzw. Wolken die Sichtweite aufunter fünfzig Meter eingschränkt war und außerdem ein durchaus kräftiger Wind bließ. Also schauten wir uns erstmal nur die kleine Ausstellung an und eine kurze Diashow über die Flora und Fauna der Hügelkette. Danach gingen wir doch noch wandern, allerdings nur etwa 1km bis zur nächsten Schutzhütte, die dann auch noch abgeschlossen war. Immerhin konnte man ein paar schöne Fotos im Nebel machen… Da wir im National Park deutlich weniger Zeit verbrachten als, als ursprünglich geplant, hielten wir auf dem Rückweg noch bei einem Künstler und seiner Galerie, bißchen die Bilder angeschaut und wieder aufgewärmt. Außerdem stand ein Klavier, und einige aus unserer Gruppe ließen es sich nicht nehmen, “Für Elise” zum besten zu geben :-) Wieder zurück in unserer Schule mussten wir selber was kochen (Instantnudeln rocken!) und danach war eigentlich geplant nach Levi zu fahren, die nächste Stadt und mehr oder weniger nur ein Skizentrum, und dort Party zu machen. Da aber irgendwie keiner so recht Lust hatte, vorallem weil man sich auf eine Rückkehr Zeit einigen hätte müssen (unser Busfahrer hätte uns abgeholt, aber nur einmal), ging keiner und wir saßen mal wieder lustig zusammen und haben Party in der Schule gemacht :-) Unsere Leiterin, die Hanne, hat dann noch draußen auf der Feuerstelle ein kleines Lagerfeuer geschürt und uns Geschichten von den Sami erzählt, also den Ureinwohnern von Lappland. War sehr gemütlich und auch gar nicht so kalt, wir hatten Plusgrade. Das hat man auch am nächsten Morgen gesehen, denn der ganze Schnee war weggeschmolzen und alles eklig naß und matschig.
Der Samstag (29.10.05) war dann eine Tag mit Free-Time in Levi, wobei wir uns entschlossen endlich mal ein bißchen wandern zu gehen. Sonnenschein hatten wir zwar nicht, aber sonst ganz angenehemes Wetter. Am Beginn des Weges stand ein einsames Rentier rum, dass irgendwie sein Geweih verloren hat. Ein paar andere Touris machten gerade Fotos mit ihm und wir stellten uns natürlich auch dazu und streichelten es ein bißchen. Als wir dann unsere Wanderung begannen, folgte uns das Tier ganz selbstverständlich. Es war irgendwie auch niemand anderes da und vielleicht hoffte es von uns Essen zu bekommen oder es dachte, wir wären seine neue Herde. Keine Ahnung, jedenfalls trottete es brav hinter, zwischen und vor uns her, den ganze Berg hinauf. Leider hatte meine Kamera keinen Strom mehr, so dass ich nur Bildmaterial von anderen Leuten zur Verfügung stellen kann. Es war jedenfalls richtig faszinierend, wie schnell der den Berg raufkam und dabei auch noch Gras fressen konnte. Nur als wir dann die Schokocookies auspackten, wurde er etwas aggressiv und hat ihn mir mehr oder weniger aus der Hand geklaut. Er wusste also offensichtlich, dass menschliches Essen besser als Grünzeug ist :-) Auf dem Weg nach unten hatte er irgendwann dann keine Lust mehr mit uns auf der Straße zu laufen und ist in den Wald abgehauen. Damit haben wir aber eine richtige Rentiererfarhung gemacht. Der Besuch auf der Rentierfarm, der nach der Free-Time angesetzt war, war dann eher enttäuschend, weil man sah keine einziges Rentier und der angekündigte Dinner erschöpfte sich in einem Teller Suppe und eine Schüssel Nachtisch. Wieder zu Hause wurde wie an den Abenden zuvor zusammen Bier konsumiert, Geschichten erzählt und Spiele gespielt. Ingesamt wars etwas ruhiger als an den Abenden zuvor, die Ausdauer lässt halt doch nach und am nächsten Tag gings um 07:30 zum Frühstück.
Am Sonntag, den 30.10.05 war nämlich Heimfahrt, mit Stop im Arktikum und dem Arctic Zoo angesagt. Wir hatten zwar durch die Zeitumstellung eine Stunde mehr Schlaf, trotzdem waren wir alle sehr müde und im Bus wurde bis nach Rovaniemi wo das Arktikum ist erstmal feste geschlafen. Das Arkitikum ist ein Museum über die Bewohner nördlich des Polarkreises, wobei natürlich der Schwerpunkt auf den Sami und Finnland liegt. Alles in allem recht interssant und fast alles auf deutsch beschildert, nur leider waren die Informationen etwas knapp. Dafür dass es 8,50 EUR Eintritt für Studenten gekostet hat, hatte ich mehr erwartet. Nach weiteren 80km Fahrt, so gegen 15 Uhr kamen wir an den Arctic Zoo. Nach langem überlegen zahlte ich doch noch die 7,50 EUR und habe ihn mir angeschaut. Ich muss sagen, er war seinen Eintritt auf jeden Fall wert, besonders weil er einfach wunderschön angelegt ist. Man geht auf Holzbohlenwegen durch den Wald, und die Gehege sind links und rechts in natürliche Umgebung gebaut. Leider wurde es schon recht bald sehr dämmrig und neblig und daher waren die großen Gehege kaum noch einzusehen, Fotos machen erst recht unmöglich. Mit langer Belichtunszeit habe ich zwar die Landschaft ganz schön erwischt, aber die doofen Tiere müssen sich ja bewegen :-) Was ich aber sehr interessant fand, war der Steingarten, dort sind große Trümmer von verschiedenen Steinarten wie Eisenerz, Kupfererz, Kugelgranit und so weiter und so weiter aufgestellt. Die konnte man wenigstens gut fotografieren, auch wenn sie natürlich nicht so toll wie die Rentiere oder Elche sind. Um 17:00 gings dann auch schon weiter durch die Nacht, noch ein kurzer Stop beim Hessburger und um kurz nach 11 waren wir wieder an der Uni in Joensuu.
Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen in Lappland, vorallem natürlich der Anfang bei gutem Wetter und Schnee. Vielleicht fahre ich irgendwann nochmal dorthin, allerdings ist jetzt im Winter natürlich nur noch sehr kurz Tag da oben, was schade ist, wenn man die Landschaft anschauen will. Erstmal hab ich aber genug an der Uni zu tun, Praktikum auswerten, noch weitere Messungen machen und in den Finnischkurs gehen. Und Bilder hochladen natürlich… das mach ich jetzt gleich nach dem Essen!

edit: Ich hab natürlich noch was wichtiges vergessen: in Levi hab ich mir endlich ein schönes Finnenmesser gekauft. Jetzt bin ich ausgerüstet und der nächste Beach-BBQ kann kommen ;-)
Außerdem muss ich mich bei allen entschuldigen die noch Kommentare und Erklärungen in der Gallery erwarten, aber die Gallery2 regt mich so tierisch auf, dass ich keine Lust habe da welche zu schreiben. Weil erstens braucht man tausend Klicks bis man auf “Add Comment” kommt und zweitens muss man dann auch noch zu jedem Comment ein “Subject” schreiben. Weiß net was das soll, aber solange ich keine andere Möglichkeit finde werde ich meine Kommentare auf ein Minimum beschränken. Wenn irgendwas nicht klar ist, bitte melden, ich erklärs gern per IM, e-Mail oder sonst wie :-)

Back from the USSR

Wednesday, October 26th, 2005

Auch wenn die meisten von euch es wohl nicht glauben können, aber ich bin wieder aus Russland zurückgekehrt, heil und unversehrt. “I’m back from the USSR, you don’t know how lucky you are boy”, um mal die Beatles etwas entfremdet zu zitieren ;-) Nein, im Ernst, es war richtig schön und gar nicht so anders und gefährlich wie ich gedacht habe.
Angefangen hat das ganze am Mittwoch, den 19.10.05 mit der Hinreise: Mein Wecker klingelte um 4:35 Uhr. Das gab mir genug Zeit noch etwas zu frühstücken, Brote zu schmieren und noch einen letzten Blick durch mein Zimmer zu werfen und trotzdem noch pünktlich um 06:10 den Zug nach Kouvola zu nehmen. Dort wartete der Reisebus auf uns, er war zwar schon mit ein paar Leuten besetzt, aber vorne gab es noch genug Platz für uns Joensuuaner. Die Fahrt bis zur Grenze war logischerweise nicht sehr spekatuklär, die Grenzkontrollen waren dafür eher streng. Da das mit dem Visum aber bei allen problemlos geklappt hatte, gingen sie aber problemlos von statten. Interessanterweise haben die Finnen bei der Ausreise mindestens genauso streng kontrolloiert wie die Russen bei der Einreise. Ich frage mich schon, was ich aus Finnland nach Russland schmuggeln wollen würde… Zigaretten wohl kaum. Wie wir nämlich in Vyborg, dem ersten Dorf hinter der Grenze selbst erfahren durften, kostet die Stange Zigratten in Russland nur etwa 5 EUR. Es steht dann auch Marlboro drauf, die Frage ist halt was drin ist :-) Nach ein paar weiteren Stunden Fahrt durch langweilige russische Landschaft und über sehr holprige russische Straßen kamen wir nach St. Petersburg. St. Petersburg ist mal eine richtig schöne Stadt, auch wenn wir natürlich bei der Ankunft nicht viel davon gesehen haben, außerdem dem Stadion und dem Verkehrchaos. Unser Hotel Sovetskaya war nicht so richtig der Bringer, eine etwas bessere Jugendherberge. Auch der Dinner den wir da bekamen hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber immerhin war das Essen warm. Das konnte man von den Zimmern nicht behaupten, anscheindend wurde erst am Tag vorher die Heizung angeschaltet. Nach dem Abendessen mussten wir natürlich noch ein bißchen die Stadt unsicher machen gehen, allerdings ist es nicht so einfach in einer großen Gruppe ein gemeinsames Ziel zu finden. Latitia, Maxim (beides Franzosen), Thomas, Rötzi, Stefan, Martin, Ellen und ich (alles Deutsche) beschlossen in den Club Griboyedov zu gehen. Mit der Metro zur richtigen Station zu fahren, war kein Problem, für 10 RBL (nicht ganz 30 Cent) kann man da einfach einsteigen und so weit fahren wie man will. Dort wussten wir allerdings nicht so genau wohin und fragten kurzerhand eine von den herumstehenden Russinen. Dabei hatten wir richtig Glück, sie wollte nämlich auch dorthin und hat nur noch auf ein paar Freundinnen gewartet. Als die dann kamen sind wir zusammen in den Club geschlappt, haben 200 RBL Eintritt gezahlt und sind die Treppe runter. Da standen wir dann ein einem Kellergewölbe, dass fast wie ein Wohnzimmer eingerichtet war: bequeme Sessel, Bücherregale an der Wand und einen Kicker ;-) Beim ein paar Bier für 50 RBL haben wir uns dann gut auf Englisch mit den Russinen unterhalten und die Franzosen beim kickern plattgefahren. An dem Abend war Retro-Night und es kam anscheinend Musik aus den 80er Jahren, aber natürlich russisch. Ist sehr lustig und die Russen sind auf der Tanzfläche nebenan auch total abegangen. Also wir dann gegen 3 heim wollten, fuhr natürlich keine Metro mehr, aber zwei der Russinen haben uns noch heimbegleitet, war etwa eine halbe Stunde Fußweg. Mit den beiden haben wir dann auch gleich für den nächsten Tag wieder ein Treffen ausgemacht.
Der nächste Tag war logischerweise Donnerstag, der 20.10. und begann mit einer Sightseeing-Tour von St. Petersburg. Jetzt endlich konnte man die tollen Gebäude der Stadt sehen, die St. Isaaks-Kathedrale zum Beispiel oder das State Hermitags Museum. Und natürlich öfters mal einen Fotostop gemacht und überall gleich die Toursitenfänger getroffen, die ihre billigen Fellmützen und Matroschkas und Postkarten und und und an den Mann bringen wollen. Ich bin fast der Versuchung erlegen eine russische Militärkappe zu kaufen, hab mich dann aber doch lieber nur für eine Matroschka entschieden. Nach der Sightseeing-Tour haben wir uns noch das Hermitage-Museum angeschaut, das ist eine Kunstgallerie, vergleichbar mit dem Louvre oder den Uffizien. Riesig groß und ein total geniales Gebäude. Und Studenten kommen umsonst rein :-) Da wir aber alle nicht so die großen Kunstfreaks sind, waren wir nach 2h fertig und sind erstmal in Stroganoff Palace zum Essen gegangen. Und was ist man im Stroganoff Palace außer Boef Stroganov? War auch gar nicht schlecht und die Kellner haben sogar etwas Englisch verstandne. Danach haben wir uns mit unseren neuen russischen Freundinnen getroffen, die eigentlich mit uns Essen gehen wollten, da wir aber ja gerade gegessen hatten und von der Zeit her etwas knapp dran waren, sind wir nur ein bißchen durch die Sommergärten geschlendert und das schöne Herbstwetter genossen. Darüber haben wir fast die Zeit vergessen, und mussten uns mit dem Heimweg zum Hotel sehr beeilen, weil wir pünktlich um 19 Uhr da sein sollten um eine Neva-River-Cruise zu machen. Mit dem Beeilen wars nicht so einfach, weil natürlich gerade Rush-Hour war und die russische Metro richtig voll war. Es hatte den Vorteil, dass man nicht mehr selber laufen musste, weil man ganz einfach geschoben wurde. Der Nachteil war, dass irgendjemand das Chaos nutzte und dem Martin seinen Geldbeutel geklaut hat. Aber mit 300 EUR hat er jetzt vielleicht einen armen Russen glücklich gemacht. Geschafft haben wir es aber dann doch noch pünktlich zum Treffpunkt. Die River-Cruise hat mich persönlich nicht so sehr überzeugt, man saß in dem Boot fast auf der Wasseroberfläche und konnte dadurch kaum über die Kanalufer schauen und sah so sehr wenig von der Stadt. Als Unterhaltung war eine kleine Gruppe russicher Musikanten da, die dann auch das Publikum aufgefordert hat mitzumachen. Ist nicht so mein Fall… Das beste an der ganzen Fahrt war, dass es pro 4er-Tisch eine Flasche Wodka gab. Den Franzosen am Nachbartisch hat die allerdings nicht gereicht und sie haben sich vorsichtshalber gleich zwei weiter gekauft. Das war dann mehr als genug für die Latitia, die wir dann heimtragen durften. Da sie mehr oder weniger gar nicht mehr reagiert hat, haben wir im Hotel dann den Notarzt gerufen, der sie gleich mal ins Krankenhaus mitgenommen hat. Am nächsten Tag gings ihr aber wieder so weit gut, nur Wodka will sie immer noch nicht wirklich trinken.
Am Freitag, den 21.10. gings dann zu Catharina’s Palace den irgendein Zar für seine Frau oder Katharina die Große für sich oder was weiß ich bauen hat lassen. Sehr imposantes Gebäude, aber dafür auch eine totale Massenabfertigung. Wir standen erstmal 20min an der Garderobe an um dann in einer Führung durch die Räume geschleust zu werden. Viel verstanden hab ich nicht, aber viel Gold hab ich gesehen. Dem Bernsteinzimmer durften wir auch noch einen Besuch abstatten, hat mich aber auch net so richtig vom Hocker gerissen. Alles in allem nix besonderes, das Schloss Ludwigsburg kann man sich auch anschauen, wenn man nicht bis Russland fahren will :-) Nachmittags hatten wir “Free time” und sind noch etwas durch St. Petersburg gelaufen. Mittagessen haben wir in einem Art Döner eingenommen, wobei uns beim bestellen eine nette geholfen hat, da die Bedingungen kein Wort Englisch sprachen. Das ist sowieso sehr interessant in Russland: wenn man auf der Straße fragt, trifft mans sehr oft jemanden der gut Englisch kann und einem hilfsbereit was erklärt. Wenn man aber in einem Laden was kaufen will, kann da keiner Englisch. Sehr seltsam. In den Metrounterführungen haben wir dann noch die russischen Plattenläden kennengelernt: eine Wand voll mit CDs die alle für 80 bis 140 RBL verkauft werden. Also extrem günstig, denn es gibt da alle aktuellen Alben. Natürlich nicht so ganz orginal, aber immerhin gepresst. Dafür sind die Cover meistens mit einem schlechten Farbdrucker ausgedruckt und sehen offensichtlich gefälscht aus. Ich hab mir gedacht, wenn ich die Musik mir schon illegal beschaffe, kann ich sie auch aus dem Netz runterladen, dann muss ich die CD schon nicht rippen *g*
Um 20:00 gings dann in den Bus um über Nacht nach Moskau zu fahren. In Moskau kamen wir früh am Samstag, den 22.10 an. Bevor uns im Hotel frisch machen konnten oder so, bekamen wir noch eine Sightseeing-Tour, wobei das wichtigste natürlich der Rote Platz und das Lenin Mausoleum waren. Der Rote Platz ist schon recht beeindruckend, dort steht ja auch die Kirche die man bei jedem Moskau-Korrespondente im Hintergrund sieht. Während der Tour fuhren wir auch zum Sparrow Hill, dort hat man einen sehr schönen Blick über Moskau und hinter sich die Univeristät. Die Uni ist in einem der Hochhäuser die Stalin bauen ließ und damit entsprechend beeindruckend. Aber nicht nur die Uni ist in so einem Hochhaus, sonder auch unser Hotel war in einem solchen. Richtig schönes Hotel, mit dicken Teppichen auf dem Boden und allem. Dort haben wir uns erstmal kurz ausgeruht um dann Abends noch auszugehen. Ellen, Martin und ich sind in den Moskauer Stadtzirkus gegangen. Da ich schon ewig nicht mehr im Zirkus war, war es richtig klasse dort, auch wenn ich denke, dass es größtenteils Standardzirkusprogramm war. Besonders beeindruckt haben micht die Inlineskater-Artisten und die Katzendompteur-Show. Nach dem Zirkus sind wir nochmal in die Stadt gefahren, in der Hoffnung die anderen zu treffen. Allerdings funktioniert Handy und SMS in Russland nicht sehr zuverlässig und so sind wir über den Roten Platz nach Hause gelaufen. Auf dem Roten Platz ist uns was ganz verrücktes passiert: auf einmal kam eine Russin her und hat gemeint, heute wäre der glücklichste Tag in ihrem Leben und sie würde uns deswegen gerne umarmen. Da sie eigentlich ganz freundlich gewirkt hat, haben wir den Spaß mal mitgemacht, ich hatte dabei aber natürlich die ganze Hand am Geldbeutel. Sie wollte aber uns scheints wirklich nru einen Teil von ihrem Glück abgeben…. Leute gibts.
Am nächsten Tag, Sonntag, der 23.10. gings dann in den Kreml. Hier hatten wir eigentlich eine ganz nette Führerin und haben uns dort eben den Palast und den Sitz vom Putin und verschieden Kirchen angeschaut. Die ganzen Geschichten die uns erzählt worden sind hab ich mir nicht mal ansatzweise merken können und statt dessen lieber ein paar Fotos gemacht. Nach dem Kreml haben wir noch die Armory und das dazugehörige Museum angeschaut. Eigentlich wollten wir auch beim Lenin noch vorbeischauen, allerdings macht dessen Mausoleum um 13:00 zu und als wir uns um halb ein anstellen wollten, wars schon zu spät. Faszinierend das so viele Leute einen Toten sehen wollen. Den Nachmittag verbrachten wir mehr oder weniger sinnlos mit Essen und Kaffee trinken, weil das Wetter war nicht so überzeugend, dass man noch in Gorky Park o.ä. fahren hätte müssen. Wobei ich natürlich eigentlich schon wegen “Wind of Change” “walking the Moscva, down to Gorky Park” hätte machen müssen. Nächstes Mal. Wobei ich von Moskau jetzt nicht so überzeugt bin, irgendwie gibts da außer Roten Platz und Kreml und den paar Hochhäusern und 10 Millionen Einwohnern nicht viel. St. Petersburg ist eindeutig schöner. Und da sind wir auch wieder hingefahren, wieder mal über Nacht im Bus.
Am Montag den 24.10. kamen wir also wieder im Venedig des Ostens an. Diesmal gings gleich ins Hotel, wo wir uns nochmal 2h ausruhten, bevor wir ein weiteres Mal an den Kanälen und Herrschaftsgebäuden entlang flanierten. Unser Ziel war die St. Isaaks-Kathedrale, sie hat die viertgrößte Kuppel der Welt. In der Kathedrale ist ein Museum eingerichtet, dass über Geschichte und Bau von ihr berichtet. Richtig interessant und richtig beeindruckend. Überall goldene Ikonen an der Wand und ewig viele schön geschnitzte und vergoldete Figuren. Man konnte auch auf die Kuppel rauf und dort einen recht schönen Rundumblick über St. Petersburg mit seinen goldenen Dächern. Danach wollten wir noch in das Artilleriemuseum, das aber Montags leider zu hat :-( Stattdessen schauten wir uns noch ein bißchen die Peter-und-Paul-Festung an, die liegt auf einer Insel mitten in der Neva und hat auch sehr schön vergoldete Spitzen. Außerdem gingen wir noch in das größten Kaufhaus am Ort, wobei das kein Kaufhaus im eigentlich Sinne ist sondern eher eine Indoor-Shoppingmall. In dem einen Supermarkt haben wir uns dann noch mit guten russischem Wodka eingedeckt, schließlich darf jeder 1 Liter mit über die Grenze nach Finnland nehmen. Abends gings dann nochmal in einen anderen Club. Da wir alle kaum noch Rubel hatten entschieden wir uns für den billigsten, das Marstall. Es kostet keinen Eintritt für Nicht-Russen und das Bier auf nur 50 RBL. Eingerichtet ist es wirklich ein bißchen wie ein alter Pferdestall, vorallem viele Holzbalken an der Decke und ein Balkon mit Sicht über die Tanzfläche. Das krasseste ist aber, das dort an der Tanzfläcke immer zwei Gogo-Tänzerinnen sind, die mehr oder weniger gar nicht bekleidet da rumzappeln. Ich will glaub gar net wissen, wie der Laden sein Geld verdient. Auf jeden Fall hatten wir noch richtig Spaß und haben unseren Reisebegleiter, den Mikko noch etwas abgefüllt, so dass er am nächsten morgen einen richtig dicke Kater hatte. Auch hier mussten wir leider wieder heimlaufen, weil für 7 Leute gibts auch kein Taxen. Ging aber ganz gut und 3h später klingelte mein Wecker und es ging in den Bus.
Rückreise am Dienstag den 25.10. war angesagt. Gibt kaum was darüber zu berichten, Grenze erfolgreich und problemlos passiert und wir haben in Kouvola sogar den Zug bekommen, so dass ich um 21:00 wieder in meiner Wohnung war.
Alles in allem war es ein richtig geiler Ausflug, wir hatten sehr viel Spaß und vorallem St. Petersburg ist eine wunderschöne Stadt. Die Bilder gibts natürlich wieder unter gallery.verplant.org/finnland und alle die noch mehr lesen wollten, können das in Stefans Blog tun. Morgen gehts gleich weiter nach Lappland, allerdings nur kurz übers Wochenende. Deswegen war heute ausruhen und waschen angesagt, was auch soweit geklappt hat. Außerdem haben wir hier in Joensuu jetzt Schnee, für alle dies noch nicht wissen. Sehr faszinierend, im noch recht schöne Herbst mit etwa 15°C losgefahren und eine Woche später im tiefsten Winter mit -5°C angekommen. Gut, tiefster Winter für deutsche Verhätnisse, hier wirds sicher noch anderes aussehen… aber es ist schonmal gut sich ans Fahrradfahren auf Eis zu gewöhnen. Gar nicht so einfach. Ich bin mal gespannt, wie kalt es dann morgen in Lappland wird. Aber freuen tu ich mich auf jeden Fall. Hier hört also vermutlich nächsten Montag wieder von mir, bis dahin gute Zeit und ein schönes Wochenende!

Wochenrückblick:

Sunday, October 23rd, 2005

So da ich diese Woche noch nichts von mir hören hab lassen, mal ein kurzer Rückblick auf meine Woche:

Nachtrag von letzter Woche Sonntag: Der Tag an dem ich festgestellt hab, dass mein Abono weg ist :(. Seitdem lauf ich ziemlich viel, was für ein Spitzensportler wie mich ja kein Problem ist ;) . So bin ich an diesem Tag zum Beispiel zu Fuß zum Prado (ein Weg 40 min) gelaufen. Im Prado selbst hängen für meinen Geschmack viel zu viele Bilder, so dass man durch rennen muss, wenn man alle sehen will. Wobei die Bilder von Goya hab sogar ich mir genauer angeschaut (also so 15sek).

Montag: Eigentlich nichts Besonderes erlebt. Hab mich lediglich mal immatrikuliert und ansonsten nur gelangweilt. Besonders in der Uni war Sozialgeschichte mal so richtig „spannend“, da der Dozent 1,5 Stunden Dias von Webstühlen, Maschinen und Fabriken gezeigt hat…

Dienstag: Mit Mitbewohner Spiel Villareal-Benfica angeschaut, war wirklich beeindruckend was das Ex-Team von Trap teilweise gespielt hat. Von daher hät der ruhig mal ein paar Spieler zum VfB mitbringen können…

Mittwoch: Der Tag hat schon ganz toll damit angefangen, dass ich mich, obwohl ich super müde war, nach langem Überlegen doch aufgerafft hab zur Uni zu gehen. Dummerweise kam dann aber die Dozentin nicht bzw. erst eine halbe Stunde später als schon alle den Raum verlassen hatten. Ihre Entschuldigung war, sie habe ansonsten immer um 10 Uhr Uni und daher vergessen, dass sie Mittwochs ja schon um 9:30 Uhr Uni hat *grml*. Naja hab mir dann immerhin noch Pflichtlektüre kopieren lassen. Abends fiel dann aus unterschiedlichen Gründen auch noch mein Vorhaben zum Real Spiel zu gehen ins Wasser. Letztlich war das aber halb so schlimm, da ich mich dann eben im Zentrum mit paar Erasmus-StudentInnen (Innen, nur um Endungsfreak Dave zufrieden zu stellen ;) ) getroffen habe und ein paar Bierle und ein paar Shots getrunken hab. Zu Hause war ich dann um etwa 2:30 Uhr.

Donnerstag: Musste ich dann ganz ausnahmsweise mal erste Vorlesung ausfallen lassen. Hät aber auch nichts gebracht, wenn ich gegangen wär, da ich einfach noch viel zu müde war. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse.

Freitag: Geburtstagsfeier meiner Mitbewohnerin Susanna. Die Fotos und die Kommentare dazu sind in der Gallery.

Samstag: Damit ich hier im Winter bzw. schon jetzt morgens nicht erfriere shoppen gewesen und bei Zara (imo ist die Auswahl hier um einges besser als in Stuttgart) paar warme Sachen gekauft. Schuhe hät ich mir dort fast auch noch gekauft, habs dann aber doch lieber gelassen, da ich ja net den ganzen Laden leer kaufen kann ;). Abends war ich dann zu müde was zu machen und hab mir daher nur ein bisschen was vom Spiel Barca-Osasuna (Ronaldinho und Etoo überragend) angeschaut und mit WG-Kollegen zu Abend gegessen.

Sonntag: Heute sollt ich mal was für die Uni lesen, aber ich befürcht fast, dass mir 25 Seiten auf Spanisch zu viel sein werden….

PS: Gruß an Sven, der Text sollte zumindest von der Rechtschreibung her fehlerlos sein… ;)

Kniet nieder Ihr Bauern, hier kommt der Gluuub!

Saturday, October 22nd, 2005

kurze Eilmeldung an die Nürnberger Freunde:

[17:11:18] riedl: omg, die welt spielt verrueckt. der club führt
[17:12:14] danawq: Olleleeeleleee olleeee!
[17:13:51] riedl: naja, sind noch 4 minuten zu spielen … *duck*
[17:15:05] basti7: vollpfosten soll ich dir vom steru ausrichten!
[17:16:34] riedl: 17:14 Tor für DSC Arminia Bielefeld 2:2 (88.)
[17:16:34] riedl: Torschütze Diego Leon
[17:16:45] * You were kicked from #wing.nbg by basti7 (m0wl)
[17:17:39] riedl: 17:16 Tor für DSC Arminia Bielefeld 2:3 (90.)
[17:17:39] riedl: Torschütze Sibusiso Zuma
[17:17:39] * You were kicked from #wing.nbg by basti7 (Riedl)

Danke für die Aufmerksamkeit.

Am Vorabend der Revolution

Tuesday, October 18th, 2005

So, meine Stimme hat sich jetzt so weit wieder erholt, erstaunlich eigentlich, weil ich sie nicht so richtig geschont habe. Samstag Abend war die Geburtstagsparty von der Antje hier im Haus (sogar auf meinem Flur) und wies bei Parties halt so ist, da gibts Musik und man spricht etwas lauter. Aber war sehr cool, ich habe einen Finnen kennengelernt der praktisch nebenan wohnt und in einer Ska-Band spielt. Finnischer Ska ist echt klasse ;-) Hat sich also gelohnt meine Stimme so zu verunstalten, dass ich mich am nächsten Tag fast nur von heißer Milch mit Honig ernährt habe.
Neben Parties gibts aber auch (endlich mal) was aus der Uni zu erzählen, wir hatten am Montag unsere zweite Sitzung beim Praktikum. War tatsächlich etwas spannender als das erste Mal, immerhin mussten wir das Impedanzspektrum eines Eimers voll mit Erde ausmessen und zwar bei verschiedenem Feuchtigkeitsgehalt. Ist net weiter anspruchsvoll, aber man sitzt auch nicht nur dumm rum. Und der Betreuer ist die ganze Zeit dabei und hilft und redet bissle mit einem. Das heißt, so weit Finnen halt mit einem reden ;-) Heute durften wir das gleiche nochmal messen, und gleich danach zur Finnisch-Klausur. Hab ich gestern doch glatt ne Stunde für gelernt, war aber kein Problem soweit. Aber ihr seht schon, ich bin total im Unistress inzwischen *gg*
Deshalb hau ich morgen erstmal für eine Woche nach Russland ab, organisierte Bustour nach St. Petersburg und Moskau. Da bin ich ja schonmal sehr gespannt wie das wird, Russland ist halt doch mal was ganz anderes. Zum Glück sind auch ein paar Polen oder Tschechen dabei, die können hoffentlich Russisch, weil mit Englisch kommt man da scheints nicht weit. Und es wäre halt schon schade, wenn man nichtmal im McDonalds was bestellen kann, weils an der Kommunikation scheitert.
Also dann haltet mir mal die Daumen, dass ich heil und gesund wieder zurückkomme und dass mir dort auch nix geklaut wird :-) Ich werde mich ein einer Woche wieder melden und ausführlich Bericht erstatten und dann natürlich auch ein paar Fotos hochladen.

Erster Praktikumstag

Saturday, October 15th, 2005

Nachdem wir ja schon länger an der Vorbereitung fürs Praktikum hier gearbeitet haben, und tatsächlich auch 11 Seiten zusammengeschrieben haben, die dann auch abgesegnet wurden, durften wir vorgestern dann den ersten Versuch in Angriff nehmen: Ausmessung von RC-Kreisen mit Hilfe der Impedanz Spektroskopie. Der Versuch fand im Metla-Gebäude statt, das ist das modernste Uni-Gebäude und zu einem Großteil aus Holz gebaut, richtig schön. Unser Betreuer hat uns dann gezeigt, was wir am Spektrometer alles einstellen müssen und auch gleich die Daten des ersten Schaltkreises auf Diskette gespeichert. Dann hat er einen zweiten, komplizierteren genommen, durchgemessen und gespeichert. Und dann hieß es: das wars für heute! Wir haben also nicht einen Knopf angelangt und auch sonst nix getan. Und da wir an unseren Laptops kein Disketten-Laufwek mehr haben hat er uns die Daten sogar noch per e-Mail zugeschickt. Eigentlich hätten wir auch nicht hingehen müssen… am Montag müssen wir dann noch andere Proben ausmessen, vielleicht ist das ja spannender ;-)
Gestern Abend haben dann noch ein paar Leute hier auf dem Flur ein internationales Essensbuffet organisiert, wo jeder eine Speise aus seiner Heimat mitbringen sollte. Das war mal richtig geil, war ewig viel da von saueren Zipfeln über Bratäpfel und Tsatsiki zu Apfel- und Schokokuchen. Ich war leider etwas spät dran, und hatte auch nix dabei, aber nächstes Mal (hoffe es gibt ein nächstes Mal) werd ich da sicher wieder hingehen. Und vielleicht auch Spätzle mitbringen *g*
Danach gings mal wieder ins Skarppi, die Cordula hat ihren Geburtstag gefeiert. Ging auch richtig schön was ab, kam ja sogar teilweise deutsche Musik. Nur leider hat so gegen 2 meine Stimme aufgehört zu funktionieren, es ist halt doof, wenn man erkältet ist und in einem verrauchten Raum ständig schreien muss. Dafür heute erstmal lecker Pfefferminztee mit Honig getrunken, jetzt kann ich schon wieder reden und bin sowieso voll fit ;-)
Außerdem habe ich heute schon ein Quest erfolgreich gelöst: im finnischen Supermarkt Grieß und Zimt kaufen. Hätte ja erwartet, dass Zimt “zimti” oder so heißt, aber nein, es heißt leider “kaneli”. Und Grieß ist “mannasuurimo”. Aber ich hab ohne Wörterbuch das richtig erwischt und den Grießbrei den ich daraus gekocht hab, hat man auch echt essen können. Nur die gesalzene Butter hat nicht so gut dazu gepasst :-) Aber Hauptsache es macht satt!
So, dann schau ich mir jetzt mal ein paar weiter finnisch Vokabeln an, hab am Mittwoch immerhin Klausur.

Adam Green und erstmals wirklich dicht

Saturday, October 15th, 2005

So weil ich gerade eh noch was essen muss, schreib ich nun die ereigenisse von heute bzw gestern nieder.
zuerst wra ich auf dem adam green konzert wo schon um 20 uhr einlass war und die vorgruppe tätsächlich schon etwa kurz vor 21 uhr zu spielen begann. nach der mittelmässigen vorgruppe kam dann adam und ich muss ehr lcih sagen naja 15 euro war er schon wert aber wenn ich viel mher ausgeben hätte hätte ich mich schon geärgert. der typ ist zwar wegen vor allem wegen seines tanzstiels ganz lustig,aber mitreissend ist er nicht gerade. dazu war da bier uach noch extrem teuer, was aber im nachhinein wohl besser war. nach dem konzert sind wir dann nach langen umherirren in die discobar mader faker gegangen wo funk musik gespielt wurde was nicht so mein ding ist. danach haben die anderen massiv abgeschwächelt, so dass ich alleine zu anderen bekannaten in die nächste disco musste. als ich dort nach langer suche ankam (wegbeschreibung war net so toll) hab ich mich dann mit allen grund abgeschossen. begünstigt wurde es dabei dmait, dass die zuvor schon anwesenden sich igrnedwie ne flasche whisky organisiert hatten der dan mehr oder wniger pur konsomuiert wurde. wie dem auch sei auf dem heimweg bin ich nicht mehr gerade ideallinie gelaufen und weil der big mac hier erst um11 wieder aufmacht musste ich mir daheim noch was zum essen richten und nebenbei mit diesem bericht die zeit totschlagen

so jetzt hab ich fats fertig gegessen und verbleibe daher mit dem hinweis, dass ich morgen noch bilder und wenn möglich auch viedeos vom konzert online stllen werde.

PS: dieser beitrag wird aus authensitätsgründen nicht auf fehler korrigiert werden.

PPS: Bilder sind nun online, video wird wenn gewünscht über icq verschickt

Finnisch, Russisch, Schwedisch… who cares?

Monday, October 10th, 2005

Ich habe mich ja jetzt auch schon einige Zeit nicht mehr im Blog gemeldet, aber es ist eigentlich auch nicht so viel spannendes passiert hier in Joensuu in letzter Zeit. Wir haben letzten Mittwoch mal wieder am Strand gegrillt (ja, es ist hier immer noch so warm, dass man auch Nachts noch draußen rumstehen kann!), auf dem Rückweg hatte dann mein Rad leider eine etwas schwungvoll Kollision mit dem vom Martin und ich dachte, ich bremse mal lieber mit Ellbogen und Knie. Aber aufgeschürfte Knie gehören ja zu einem richtigen Mann ;-) Was man von der Erkältung die ich mir geholt habe nicht behaupten kann. Habe deswegen die letzten paar Parties verpasst, die nach den Erzählungen sehr lustig gewesen sein müssen. Vielleicht schriebt ja der Stefan mal mehr dazu. Heute war ich dafür noch im Kino, in Night Watch. Die Filme sind ja hier fast nie synchronisiert, sondern immer in der Orginalsprache mit finnischen und schwedischen Untertiteln. Dumm nur, dass das ein russischer Film ist… aber ein bißchen was hat man schon verstanden. Es ist ja immerhin ein Actionfilm, da sind die Dialoge nicht ganz so wichtig. Ich glaube aber, dass es echt ein guter Film ist, muss ihn mir mal auf Englisch nochmal anschauen ;-). Wenn ihn aber schon jemand auf einer ihm geläufigen Sprache gesehen, würde mich interessieren, wer jetzt genau der Auserwählte war, und warum er sich am Schluss für die dunkle Seite entschieden hat (hoffe ich habe jetzt keinen gespoilert…)
Zu den aktuellen politischen Ereignissen in Deutschland will ich eigentlich gar nicht viel sagen, dass überlasse ich dem KanzLoR. Auch wenn ich persönlich mal eine Jamaika-Koalition sehr interessant gefunden hätte. Dann hätten wir zwar auch die Angie, aber immerhin noch ein paar andere neue Köpfe in der Regierung. Und das die Angie kein Charisma hat, schreibt ja sogar die Stuttgarter Zeitung… ich bin ja echt gespannt was das gibt *g*. Und wer weiß, vielleicht muss ich ja nochmal aus Finnland wählen :-D

Ausflug nach Zaragoza

Monday, October 10th, 2005

So nachdem die Bilder vom Ausflug schon online sind auch noch ein kurzer Bericht:

Los gehen sollte es eigentlich am Samstag um 13 Uhr. So pünktlich wie Spanier aber nunmal sind gings erst eine Stunde später los, was ich dann doch sehr ärgerlich fand, da ich wegen des frühen Abfahrtstermis nur 5h geschlafen hatte. Der Bus war auch recht unbequem und die Fahrt mit 4h doppelt so lange wie ich gedacht hatte. Um kurz nach 18 Uhr waren wir dann endlich in Zaragoza angekommen und konnten bevor es dunkel wurde immerhin noch ein wenig von der recht schönen Stadt anschauen und, bevor wir in einer Bar einkehren mussten, auch noch etwas von den Umzügen der Fiesta de Pilar (nähere Infos: ) sehen.
Nach der Bar haben wir dann noch das Feuerwerk angeschaut, sind Pizza essen gegangen und sind in zwei Discos gewesen. Um 5 Uhr am Sonntag gings dann zurück nach Madrid wo ich dann den größten Teil des Tages mit Schlafen verbrachte.

Export Israel, Bilder und Webtipp

Monday, October 10th, 2005

Servussss,

da ich morgen nach Deutschland flieg (für klugscheisser: jaja, erst übermorgen. aber morgen losfahren mit zug.) und keine 20kg Gepäck an kann ich euch anbieten was aus Israel zu exportieren? Vielleicht möchte jemand ne kalte Falafel, ne Kichererbse oder ne M4? Mail falls jemand was braucht - auch vom Duty Free.

Ausserdem bin ich gerade dabei noch einige Bilder in die Gallery zu laden, auch in teils ältere Gallerien kommen neue Bilder … nicht das ihr noch abhebt mit euren 20° ;)

Und zum Schluss nochmal ein ganz heisser Webseiten Tipp: Pandora.com. Genial Webseite, auf der man sich seine eigene Radiostation erstellen lassen kann. Unbedingt ausprobieren!!! (Danke Neefi für den Hinweis)

Bis dann.