So, da es schon etwas zurückliegt, gibts einfach eine kleine Zusammenfassung zu Boston. Jedenfalls, dass was ich nicht schon
vergessen habe. Um genug Zeit zu haben waren wir von Samstag früh bis Montag Abend dort und hatten sogar richtig Glück mit dem
Wetter. Durch die schon relativ weit nördliche Lage und dazu noch direkt an der Küste ist Boston (entgegen dem Nickname einer
anderen großen Stadt) die windigste Stadt der Vereinigten Staaten. Und das haben wir auch gespürt, denn trotz für die
Jahreszeit halbwegs warmen Temperaturen knapp über null Grad macht der Wind das wirklich eiskalt. Nicht auszudenken, wie das
ist, wenns die typischen zweistelligen Minusgrade hat. Definitiv ist eine Städtereise dann kein Zuckerschlecken. Noch dazu wurden wir am Sonntag mit reichlich Schnee und am Montag mit Sonne satt belohnt. Ansonsten spürt man in Boston deutlich die koloniale Geschichte, wie wohl überall in den New England States. Die heißen nicht umsonst so, denn das die Engländer dort waren ist nicht zu übersehen. Backsteinhäuser und Pubs wohin das Auge blickt. Noch dazu gibts jede Menge alte (jedenfalls für Amerika) Geschichte, welche mit dem Freedomtrail (ein Rundgang durch die Stadt, durch eine rote Linie im Gehwegs markiert) nahezu vollständig besichtigt werden kann. Dabei merkt man schon, Boston ist relativ klein (knappe 600.000 Einwohner) und Downtown bestens zu erlaufen, was nur noch mehr zu dem besonderen Flair beiträgt. Zu besichtigen waren verschiedenen Stätten der amerikanischen Unabhängigkeit und der frühen
Geschichte Amerikas, das MIT und Harvard, welche direkt auf der anderen Seite des Flusses rund um Downtown in Camebridge
liegen. Das berühmte Harvard ist übrigens relativ unspektakulär, die Law School mehr als unscheinbar. Kulinarisch sind die New
England States natürlich Seafood geprägt, das natürlich eifrig ausprobiert wurde. Da dürfen natürlich Shrimps nicht fehlen,
der berühmte New England Lobster sowieso nicht und noch eine regionale Spezialität stelt die Clam Chowder dar, eine
Muschelsuppe, welche in einem ausgehöhlten Brotleib serviert wird. Noch dazu kommt eines der besten Biere, samuel Adams,
benannt nach berühmten Bostoner, welcher eine entscheidende Rolle bei der Unabhängigkeit und auch der Boston Tea Party spielte
und nebenbei auch Braumeister war. Für leibliches Wohl war also bestens gesorgt. Insgesamt ist Boston zwar auf den ersten
Blick nicht so spektakulär, offenbart seine Vorzüge aber umso mehr bei zweiten Hinsehen. Wäre auf jedenfall nochmal eine Reise
wert, vielleicht bei etwas wärmeren Temperaturen kombiniert mit einer Tour entlang der Küste. Mehr wie immer in der Gallery.
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