Archive for the ‘Snailz Fáng zi’ Category

Drei Tage in Peking:

Wednesday, September 20th, 2006

08.09., die Busfahrt nach Hause wird zur Qual, kaum einer von uns hat wirklich gepackt, in wenigen Stunden soll es vom Flughafen Pudong nach Peking gehen und wir stecken in einem richtig fetten Stau. Alles kein Problem, Chinesen sind ja flexibel, der Bus soll uns also nicht an der Shuttle-Bus-Station raus lassen, sondern zwei Strassen weiter knapp vor unseren Apartments.

Letztendlich laeuft es aber wie immer die Fahrt zum Flughafen ist stressfrei und wir sind eine Stunde zu frueh da…

Flug: Plaetze in der Mittelreihe :-(

Ankunft in Peking, oder die wesentliche Frage, wo ist unser Gepaeck!?

Man kann es sich kaum vorstellen aber der Flughafen ist aus dieser Sicht katastrophal, nach dem man das Gate verlassen hat, kommt man zu Gepaeckbaendern, auf der Tafel eines Bandes steht unsere Flugnummer, wir warten, wir warten, wir warten…

Nach ca. einer Stunde und mehrfachen Diskussionen mit unterschiedlichen Personen des Flughafenpersonals in gebrochenem englisch stellt sich heraus, dass es fuer Domestic Flights ein seperates Band gibt, eine Halle weiter (na toll).

Sightseeing: Wo ist Ulli? (ohne Ulli waere die Gallery um einige Bilder aermer) Ulli ist immer dort, wo es die besten Bilder zu schiessen gibt. Dummerweise liegen diese Orte meistens ausserhalb unserer Blickfelder, so dass wir ihn einige Male schmerzhaft fuer wenige Augenblicke vermissten.

Was wir gesehen haben:

1a. Platz des himmlischen Friedens

1b. verbotene Stadt

1c. Sommerpalast

1d. Peking Enten (drei Stueck, vermutlich geraeuchert)

2a. die grosse Mauer

3a. Pekings Shopping Meile

zu den kulturellen Dingen: vieles ist wegen 2008 momentan „under construction“, so dass man manche Gebaeude nicht betreten kann/darf, dass war Teilweise echt Schade. Ebenso sind viele Bauwerke eingeruestet, so dass diese auch von Aussen nicht wirklich betrachtet werden koennen :-(

Als Tipp fuer alle Pekingreisenden, solltet ihr die naechste Sehenswuerdigkeit nicht auf Anhieb finden, so mueht euch nicht mit chinesisch ab, fragt einfach nach einem McDonalds!

zu den kulinarischen Dingen: Peking Ente hat etwas, was man bei uns unter demselben Namen erhaelt ist geschmacklich so weit entfernt, wie Deutschland von Peking.

zu den abendlichen Dingen: unser Hotel (nicht so toll) hatte eine gute Lage bezueglich Nachtleben, eine „Bar-Street“ befand sich in unmittelbarer Naehe, so dass es ein leichtes war Bar-hopping zu betreiben. Bilder gibt es ebenfalls in der Gallery.

zu den finanziellen Dingen: Geld ausgeben? Kein Problem in Peking! Die Einkaufsstrasse ist wesentlich besser als die in Shanghai (meine Meinung).

Abschliessend muss ich sagen der Peking Trip hat mir echt riessen Spass gemacht, zum einen war die Stadt cool, zum anderen natuerlich auch unsere Gruppe und unser Guide und unser Fahrer.

Es ist wieder Ruhe eingekehrt

Monday, August 28th, 2006

Vor einer Woche haben meine Eltern Shanghai wieder verlassen, es waren schoene, aber auch durchaus anstrengende 12Tage. Jeden Abend Essen gehen, ein paar Bierchen trinken und Morgens wieder ins Buero schlaucht auf die Dauer einfach.
Dennoch hoffe ich, dass es ihnen hier gefallen hat (ich gehe davon aus, dass das der Fall ist).
Was hat sich in der letzten Woche getan?
Naja erstmal Business as usual! Ansonsten Abends wieder ein bischen Feiern mit den anderen Praktikanten und viel schlafen, dies galt vorallem fuer Christiane, die immer noch Krank ist. Ihr Erkaeltung verabschiedet sich aber auch langsam.
Freitag wurde dann mal wieder ein sehr ausgiebiger Abend und ich konnte zum ersten Mal seit ich in Shanghai bin einen Sonnenaufgang erleben. Das Ziel des Abends war der Besuch der Bar Rouge, nach ausgiebigem Essen beim Japaner inkl. Sake. Und genau so wurde es dann auch durchgefuehrt, bis die Musik abgestellt, die Bars geschlossen und die Lichter eingeschaltet wurden.
Bilder zu diesem Event wird es in naher Zukunft auch mal geben.
Was soll ich euch daheim gebliebenen sonst erzaehlen?
Ich merke wie auch unsere Zeit hier ablaeuft, nach Heiko wird am Mittwoch Arne, der ebenfalls bei Siemens ein Praktikum machte, seine Segel setzen und den Heimflug antreten, 30kg Gepaeck sind bereits via Post auf dem Weg.
Andere Praktikanten sind ja aber wie bereits erwaehnt schon da und bleiben laenger, so dass ich ihren Abschied nicht erleben werde/muss.
Gestern haben wir einmal mehr mit unseren chinesischen Kollegen Fussball gespielt, nachdem wir am Donnerstag noch gemeinsam Basketball gespielt haben. Das Erfreuliche hierbei ist, dass nach und nach saemtliche Schmerzen, die ich im Fuss hatte, weniger werden, Teilweise bereits weg sind und ich zuversichtlich bin, dass mit weiterem Muskelaufbau alle verschwinden werden.
 
Wer von euch Stinkern geht eigentlich nicht ins Stuttgarter Stadion um den VFB zu unterstuetzen? Das langweilt mich hier wirklich. Und wegen bloeder Damen WM (Fussball) und Basketball WM uebertragen die Chinesen im Moment keine BL.
 
So, dass waere es mal wieder.
Nein eines fehlt noch, extra fuer unseren lieben Basti: Wir planen unseren naechsten Urlaub, am 8.9. soll es nach Peking gehen und von dort aus am 12.9. fuer 5Tage nach Xiamen. Aber keine Sorge, ich denke auch du wirst irgendwann in den Genuss von Urlaub kommen ;-)

All you can eat and drink!

Saturday, August 5th, 2006

Gestern also mal wieder beim Japaner gewesen, leider habe ich zu wenig gegessen (ich denke das war der Grund) jedenfalls hat es mich ganz schoen gebeutelt, nach Bier und Sake zum essen ab in die Murel Bar und mit Wodka Bull im selben Stil weitergemacht, nach 4 oder fuenf war dann Ende…

Komischerweise habe ich heute morgen aber keine Kopfschmerzen oder aehnliches, mir geht es gut, Top-fit so zu sagen. Aber Gestern sah das anders aus.

Und warum das Ganze? Wegen dem Spass, dem Alkohol oder aus anderen Frustrationen?
Ehrlich gesagt ich weiss es nicht,
- wir haben neue Mitbewohner bekommen, zwei Jungs (Sebastian und Uli)arbeiten auch bei Siemens, kommen super miteinander aus, daran kann es also nicht liegen!
- Heiko ist in Dtland, da koennte schon eher ein Grund fuer Frustration zu finden sein, er kann Schnitzel essen wann er will, er versteht die Leute die um ihn herum sind und muss nicht alles mit Haenden und Fuessen kommunizieren.
- meine Eltern kommen am Donnerstag zu besuch, da freu ich mich schon drauf, also auch positiv!
- Das Wetter hier nervt, aber das tut es auch schon seit Monaten…

so koennte ich hier ewig weitermachen, aber ich glaube was mich momentan am meisten langweilt ist die Tatsache noch 2Monate hier zu bleiben, nicht das es mir nicht mehr gefaellt, aber es ist einfach chinesisch, ich mag die Stadt alles, ich freu mich auf (hoffentlich tritt es ein) Formel 1 Besuch ende September in Shanghai.

ABER: Ich will mal wieder heim: Biergarten, Schnitzel, Doener und saure Nierle von Mama fehlen mir einfach! Richtige Schokolade gibts hier auch nicht und die chinesen machen einen einfach auf Dauer Wahnsinnig.

Damit das keiner falsch versteht, ich komme gut mit den chinesen aus, gibt auch welche mit denen ich ‘Smalltalk’ auf der Arbeit mache und alle moeglichen Scherze, aber es ist mir so langsam einfach zuviel zu anders.

Bis die Tage,
ps: Aufbauende EMails jederzeit willkommen und Danke fuers zuhoeren.

Am Ende der Welt,

Saturday, July 22nd, 2006

wo das Paradies beginnt…

Am Freitag abend haben wir uns aus dem Staub gemacht, von der Arbeit nach Hause, die gepackten Koffer geschnappt, an Flughafen gefahren und ab nach Sanya auf Hainan (chinesische Antwort auf Hawaii!!).

Als wir hier angekommen sind und unsere Suite gesehen haben hat es uns fast umgehaun, wir haben zwei Baeder, mit jeweils einer Dusche, einem Klo (mit Telefon) und dann im einen Bad einen Whirlpool und im anderen eine Badewanne :), desweiteren besitzt unsere Suite ein Wohnzimmer, ein Arbeitszimmer (in dem befinde ich mich gerade und schaue in die Landschaft) und ein Schlafzimmer. Insgesamt schaetze ich das Ganze mal auf 60-75m². Nach meiner Berechnung Gestern abend koennten wir hier eine Party mit 17 Personen feiern, und jeder wuerde einen eigenen Stuhl oder Platz auf dem Sofa erhalten…

Soviel zum “Zimmer” die Lobby haut einen mindestens genauso um. Auch der Pool, der Fruehstuecksbereich und der Strand machen einen sehr geilen Eindruck (im Pool war ich schon, sau warm ;) ), am Brett in der Lobby steht auf der Tafel fuer die heutigen Temperaturen 27°-33°, auch nicht schlecht aber in der Sonne ist Vorsicht geboten.

 Was hat es in der letzten Zeit in Shanghai gegeben? Nicht viel, die WM hat uns mindestens so sehr mitgerissen wie euch und der Bier Konsum ist ebenfalls stark gestiegen. Das letzte Wochenende haben wir in Hangzhou auf einem Workshop verbracht, drei Tage in einem Meetingraum ohne Fenster von 8.30-19.00 war nicht anstrengend genug, ich habe mir Zusaetzlich den Magen verdorben. *Shit*

Heiko mit dem wir oefter etwas Unternommen haben kehrt Shanghai naechsten Samstag vorerst den Ruecken, leider werden wir ihn erstmal nicht mehr sehen, wenn wir Landen hebt seine Maschine gerade ab… :(

 Die Vorbereitungen fuer den Besuch meiner Eltern laeuft bereits, noch 2,5 Wochen… Viele Restaurants, Bars, Shops und alles andere was man hier einfach gesehen haben muss warten bereits und sind in einem Excel-File getimed ;)

Viel mehr faellt mir im moment nicht ein, ich werd mich wohl nochmal ein bischen in die Sonne legen, ihr koennt euch noch die neuen Bilder anschaun (Zhujiajiao, da war der Akku leider fast leer & einfach Shanghai, Schnappschuesse die einfach so in der Innenstadt entstanden sind.

China mal anders:

Thursday, June 22nd, 2006

Nachdem ich heute herausgefunden habe, dass ich recht guenstig Sachen nach Deutschland schicken kann (32Euro fuer 10kg), bin ich am ueberlegen, was denn passend waere…
Hier mal ein kleiner Vorschlag fuer echt schraege chinesische Gueter:

Video
Produktbeschreibung

So langsam wird’s heiss:

Tuesday, June 13th, 2006
Ja, langsam gehen die Temperaturen hier hoch, dass groesste Problem allerdings sind nicht die 27°C die wir morgens aufm Weg ins Buero haben, sondern die Luftfeuchtigkeit!
Was einen hier aber dann doch richtig fertig macht sind folgende Dinge (behaltet im Hinterkopf, wir haben 27°C und eine enorme Schwuele):
1. man schwitzt ohne sich zu bewegen
2. Frauen (Christiane) brauchen selbst bei diesen Temperaturen noch eine Decke
3. Aus den Boxen des shuttle Busses droehnt morgens um 8.00 Uhr “Stille Nacht”
4. Die Klimaanlage in unserem Zimmer hat nur eine chinesische Fernbedienung (mittlerweile coolt sie aber)
5. Drecksviecher (Schnaken) werden immer mehr (allein heute Nacht bestimmt 8-9 Stiche)
6. massgeschneiderte Hemden sitzten verdammt eng
7. warmes Essen haengt einem zum Hals raus
Wie ihr seht ist die Sache hier alles andere als Urlaub, hinzu kommt noch (hat nichts mit der Temperatur zu tun):
8. waehrend in Deutschland die WM-Spiele zu sittlichen Zeiten (15.00 / 18.00 / 21.00) laufen muss ich mich hier dem Stress hingeben Spiele um 21.00 / 00.00 / 03.00 an zu schauen.
(*Ich bitte hier doch um ein wenig Mitleid*)
Ah, was es noch wissenswertes gibt, wir werden vermutlich unsere Fluege vorverlegen, soll heissen wir werden vermutlich statt am 8.10. bereits um den 1.10. in Germany (Stuttgart) eintrudeln!
Der Grund hierfuer ist:
1. ich noch genug Zeit fuer meine Weihnachtseinkaeufe brauche,
2. ich meinen Silvesteraufenthalt in New-York planen muss,
3. dass ich schlicht und ergreifend bis zum Semesterbeginn (mitte Oktober) ein Dach ueber dem Kopf brauche um meiner Musterstudentenaufgaben gerecht werden zu koennen.

Was gibt es Neues?

Monday, May 22nd, 2006

Das wohl normalste, deutsche Ereigniss der letzten Wochen war unser Freitag Abend, als erstes waren wir mit Heiko (Diplomant bei Go Drans, arbeitet aber an einem Projekt bei Siemens) und seiner Freundin beim japaner Essen, hier gab es wieder einmal all you can eat und logischer Weise selbiges fuer die Fluessigkeiten, was Heikos Freundin zum Anlass nahm, schon vor dem ersten Bissen Sake zu bestellen und zu trinken…
Der Abschluss oder auch Abschuss des Essens bildete wieder einmal eine glorreiche Aktion meiner Seits:
Am Nachbartisch hatte ich wenige Minuten zuvor gesehen, wie der Gast ein Glas mit braeunlicher Fluessigkeit bekommen hatte, das ganze sah sehr nach Whiskey oder Cognac aus (das Problem mit den chinesen ist, dass man den Inhalt niemals durch die Aeusserlichkeit des Glases erkennen kann :( )
Also beschlossen wir (unter der Annahme: braune Fluessigkeit == Cognac) selbiges zu bestellen, nun hatte der Nebentisch allerdings bereits bezahlt, das Lokal verlassen und die fleissigen Kellner reinen Tisch gemacht.
Kein Problem fuer mich (ihr kennt mich ja) an der Theke hing eine braune, grosse (bestimmt 2,5Liter) Flasche kopfueber, kurze Frage: “Wer will alles einen?” wurde von jedem mit “ja!” beantwortet. Also hin an Tresen: “Four of this, please.” - “This?” - “Yes!”
Aufgabe erledigt, Druck auf der Blase imens, Folge: ich schaue nicht weiter zu und begebe mich aufs Stille Oertchen.
Ich erreiche sekunden vor unserem Kellner den Tisch, sitze gerade als er mit 4neuen Flaschen Sake ankommt…

Na was solls, bevors schlecht wird!

Bis auf eine Flasche haben wir es dann auch ganz gut geschafft (auch wenn es nur ein letzter Absacker auf dem Weg in eine Bar sein sollte).
In der Mural-Bar angekommen, zahlen wir 100RMB (10Euro) Eintritt fuer All you can drink, typisch chinesisch ist hier, dass dein 100RMB-Schein gegen ein Papierkaertchen eingetauscht wird, welchem sie sofort eine Ecke abreissen, es dir dann in die Hand druecken, damit du es dem Mann der neben der Kassierin steht geben kannst und hierfuer deinen Stempel erhaelst, etwas unnoetigeres und duemmeres ist wohl wirklich schwer zu finden (das denkt auch nur ihr, ich werde in diesem Land bestimmt noch unnoetigerem begegnen).
Mural-Bar war dann auch ganz cool, auch wenn die Cocktails den Alkohol vermissen liessen, naja Bier war vermutlich eh die gesuendere Alternative.
Hier zeigte sich dann aber wieder, “wie klein ist doch die Welt”, nicht dass ich 10.000km von Zuhause (Nuenberg) entfernt bin, und Shanghai mehrere Millionen Einwohner hat, NEIN, NEIN, NEIN, ich treffe einen Menschen der aus Reichertshofen (Oberpfalz) kommt und dort auch Fussball spielt, und unterhalte mich ausgerechnet mit ihm in einer Bar mit mehreren hundert Gaesten. (In einer Bar in Nuernberg waere ein solches Gespraech wohl unvorstellbar.)
Der Samstag sah dann doch sehr bescheiden aus, schlaffen bis 16.00, kleiner Bummel in einem mit Technik uebersaehten Kaufhaus, ein kleiner Snack und ab ins Bett!
Sonntag dann mal wieder gewoehnliches WE feeling, Morgens 10.30 erstmal chinesisch Unterricht, danach dann dies:
Cristiane (am Mittwoch): “Wir muessen einkaufen, ich hab nichts zum Anziehen!”,
die Folge besuch aufm Stoff Market, zwei neue Hemden fuer mich und zwei fuer Sie bestellt. Abends dann schoen zur Gesichtsmassage und danach erneut Hundemuede ins Bett.

Ach wen es interessiert, wir haben jetzt auch chinesische Namen:
Christiane: Ráo Jùnhuì
und meiner: Shī Wénjùn

die Bedeutung werde ich euch erstmal vorenthalten, dann habe ich einen Grund bald wieder zu schreiben…

Warum man auch in Shanghai an die Familie Riedl denkt

Thursday, April 27th, 2006
Dann meld ich mich nochmal bevor ich in “Urlaub” fahre, am WE (So-Di) geht’s für zwei Nächte in inen kleinen Vorort von Shanghai, mal sehen was da so geboten wird.
Nächste Woche haben wir Mo,Di und Mittwoch frei (national Holidays).
Was haben wir die letzten Tage erlebt? Nicht sehr viel, das letzte WE sah wieder fast aus wie die anderen, am Samstag shoppen und am Sonntag nen faulen Tag eingelegt (wir haben 9Folgen OC California angeschaut). Am Sonntag und am Dienstag haben wir dann auch die ersten Male selber gekocht (ist egentlich ganz einfach mit einem WOK), was daraus geworden ist? Ich sag mal so, wir leben noch! Gestern haben wir es dann vorgeyogen wieder essen zu gehen, unser erster Hot-Pott und irgendwelche Flußkrebse dazu, hat alles ausgezeichnet geschmeckt, dass einzigst komische war, dass ein paar der Krebse unterschiedlich lange Scheren hatten, aber über solche Dinge darf man sich hier eben nicht zuviele Gedanken machen.
Ah was ich fast vergessen hätte, Gestern wurde mir eine neue Aufgabe angeboten, im Controlling. Wir werden also doch endlich gesplittet, auf Dauer hätte es vielleicht zuviele Reibereien gegeben, wenn wir sechs Monate hätten zusammen arbeiten müssen…
Bisher hatte es im Großen und Ganzen eigentlich geklappt, aber so ist es wohl besser.
So das wars dann mal wieder fürs erste…
Ach eine kleine Randbemerkung hätte ich noch: Ihr werdet es nicht glauben (oder vielleicht doch), den Gili haben wir jetzt seit Monaten nicht mehr gesehen, aber er hat sich nur äußerlich verändert, seine Faulheit bleibt bestehen, auf der HP fehlt das Shanghai-Wetter, eine Shanghai Kategorie (Snailz Fáng zi)etc und sein Bruder hat sich die negativen Eigenschaften auch angeeignet, seit Wochen fehlt die China Flagge… (sollten sich all diese Dinge innerhalb dieser Woche noch ändern geb ich euch nen Bier aus, dir auch ne Cola kleiner Riedl; Alkohol, die postiven Eigenschaften deines Bruders, hast du ja nicht übernommen…)  ;)

Taxifahren, oder die engste Stelle zwischen Leben und Tod

Sunday, April 16th, 2006

Nachdem wir unser erstes Wochenende sozusagen dazu genutzt haben unseren Jetlag abzulegen und nur Kleinigkeiten unternommen haben war dieses Wochenende doch ereignisreicher. Am Samstag haben wir im Stoff-Market meinen Anzug (43Euro) und Christianes Mantel (22Euro) abgeholt, wir waren mit dem Preis-Leistungsverhältnis absolut zufrieden und haben gleich noch drei Maßgeschneiderte Hemden für mich, eine Bluse und einen Hosenanzug für Christiane bestellt, der Spaß wird uns einmal mehr Geld aus der Tasche ziehen, aber wir werden die 70Euro verschmerzen können… ;)
Samstag Abend sind wir dann zuerst am Bund gewesen (das ist die Flusspromenade, von der aus man einen gigantischen Ausblick hat, und ich hatte meine Camera vergessen) im Anschluss sind wir dann mit unserer Mitbewohnerin (Nadine) zu ihrem Abschiedsessen gegangen, dass ganze hat in einem japanischen Restaurant stattgefunden. Wir hatten einen Tisch, der in der Mitte einen Grill hat, so dass alle Speisen am Tisch zubereitet werden können. Der Spaß kostet 15Euro, es gilt aber das Motto: „All you can eat and drink!“, die Folge könnt ihr euch selber vorstellen (ich nen dicken Schädel heute morgen, vertrag den heissen Sake einfach nicht, jedenfalls nicht in diesen Mengen und das chinesische Bier ist auch gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Die Heimfahrt wurden dann äußerst lustig, auf der Autobahn überlegte sich unser Taxifahrer kurzfristig einen Sekundenschlaf einzulegen, was bei uns weniger Freude hervorrief, ich sah schon die Schlagzeile: „Taxifahrer tötet mit Sekundenschlaf vier deutsche in Shanghai!“ (na ja, lassen wir die Scherze).
Heute war dann „old Shanghai“ angesagt, die Unterschiede sind einfach krass (Bilder werden folgen), am Straßenrand sitzen die Leute um ihr essen quasi vom Boden zu essen und im Hintergrund steht ein gläsernes/glänzendes/spiegelndes Hochhaus…
Zum Schluß wurde ich dann noch mal auf den Fake-Market gedrängt, weil Christiane: „…nichts zum anziehen habe…“ (soll ich mehr dazu sagen?? Wir waren letztes WE schon SA und So dort.). Jedenfalls haben wir dann mal zwei Polo-Shirts für mich und einen Pullover für sie gekauft, Gürtel haben wir dann auch noch gekauft, wobei sich hier mal wieder eine Enttäuschung für Christiane herausstellte als wir daheim waren, nachdem ihre Uhr von Samstag schon am Sonntag nur mit halber Geschwindigkeit lief (am Montag stand sie dann) mussten wir am Sonntag eine neue kaufen und heute merkte sie (wieder erst zuhause) das ihre Gürtelschnalle kaputt war/ist. Um es mit einem Zitat zu beenden: „Haste Scheiße am Schuh, dann haste Scheiße am Schuh!“

Einen kleinen Einschub kann ich noch zu eurer Belustigung beitragen, nachdem ich mir vorgenommen hatte, die kulinarischen Möglichkeiten die sich mir hier böten auch zu nutzen habe ich letzte Woche Mittwoch zum Ersten mal ein Gericht nicht angerührt, nachdem ich festgestellt habe was es ist… (ich habs mir gerade anders überleg, ich werde es euch nicht verraten, aber ihr könnt es erraten, dass ist vielleicht lustiger: Es kann wenn es im ganzen lebendig ist fliegen, es ist eins der wichtigsten Körperteile und es sieht auf dem Teller ein bischen nach frittiertem Flügel oder Hühnerschenkel aus)
Also mal los, in ca. ner Woche gibt’s die Lösung. (Mehrfach Nennungen sind auch möglich)

Wenn Schnupfen nicht ausreicht

Saturday, April 8th, 2006

Damit ihr dann auch wisst wie es uns geht werde ich mal versuchen die letzten Tage ein wenig in mein Gedächtnis zurück zu rufen.
Also angefangen hat das ganze am Montag morgen, Abflug ab Stuttgart, dass hat auch noch alles einwandfrei geklappt, in London wurde es dann schon ein wenig komisch, die Deppen fahren echt auf der falschen Seite, es ist also kein Scherz (war mir klar, über so etwas scherzt man nicht).
Nach dem wir aber unser Flugzeug nach Shanghai bestiegen hatten kam uns ein recht eigenartiger Geruch in die Nase, trotz das ich erkältet war und eine geschlossene Nase hatte, konnte ich gleich feststellen, es riecht nach Schei…, es klärte sich auch schnell auf, dass in der Reihe hinter uns zwei Kleinkinder saßen (Anm: der Flug dauerte 10,5Std).
(Falls ihr wissen wollt ob sie Windeln trugen, keine Ahnung, geschi…. hatten sie jedenfalls sicher, wurde aber wohl zwischen durch auch mal gereinigt…)
In Shanghai angekommen erwartete uns erstmal die übliche Einreiseprozedur (alles kein Problem). Am Ausgang fanden wir dann auch in einer Menschenmenge von bestimmt 200Chinesen einen, der ein Schild mit unseren Namen trug. Dieser (der Fahrer) und eine weitere Siemens-Mitarbeiterin brachten uns dann in unser Appartement, wo wir nicht viel Zeit hatten, wir sollten gleich wieder mit (so hatten wir uns das nicht vorgestellt).
Wir teilten ihnen mit, dass wir noch Geld wechseln müssten, weshalb wir zu einer überfüllten Bank fuhren, wo man uns mitteilte, dass man zum Geld wechseln den Reisepass benötigt…
Also zurück zum Appartement, Pässe holen und wieder zur Bank, wo sich unsere (un-)freundliche Abholerin entschied erst ins Werk zufahren und zu Mittag zu essen, weil wir in der Bank zu lange warten müssten.
Nach dem Essen wurden wir dann (nach 18Std Flugzeug/Flughafen, ungeduscht, ohne Schlaf) unserem Chef, Dieter Xu, vorgestellt. Man zeigte uns noch unsere Arbeitsplätze und verabschiedete uns dann (endlich).
So mehr gibt’s zum ersten Tag eigentlich auch nicht zu sagen, ich bin auch gerade zu fertig um in einer fesselnden Weise zu schreiben, von daher ist’s vermutlich besser ich hoer jetzt auf und mach wann anders weiter…