Nochmals für den Gili:
Hola Amigos!
Na dann moechte ich doch nochmal berichten. Nachdem die Grenzen nach Bolivien auf unbestimmte Zeit geschlossen waren bin ich ueber Asuncion (Paraguay), Cordoba (ja, genau das Cordoba “der Schmach” (Argentinien)), Santiago (Chile) gereist und hab dann bei den Salar de Uyuni die Grenze nach Bolivien ueberquert.
Bevor ich jedoch nach Bolivien bin hab ich mir noch auf chilenischer Seite die hoechstgelegenen Geysiere der Welt angeschaut (4321 m). 4 Uhr in der Frueh gings los, um dann gegen 6 Uhr und eisigen -14 Grad bei den Geysieren anzukommen. Gott sei dank gabs danach heisse Thermalbaeder …
Bild 1.
Die Tour nach Bolivien war auf 2 Naechte/3 Tage ausgelegt:
1. Tag: Grenze ueberqueren, weisse, gruene (Bild 2) und rote Lagune anschauen. Um dann auf 4.500 Meter und ohne Wasser und Heizung zu uebernachten. Hoehe, eisige Kaelte und Wein sowie Pisco (wiki fuer mehr infos ;)) haben dann fuer eine sehr unruhige Nacht gesorgt …
2. Tag: So Steine angeschaut, nicht sehr aufregend 
3. Tag: die groeste Salzwueste der Erde angeschaut, sehr beeindruckend (bild 3, extra fuer euch Riedl im Backpacker-Outfit ;))
Bolivien ist bisher am beeindruckensten. Dazu hat sicher auch die Tour durch die Minen von Potosi (wichtigsten Minen ganz SAs).
Die halb-taegige Tour beginnt auf dem Markt fuer Minenarbeiter. Dort kann die Gruppe fuer die Arbeiter Geschenke in Form von Zigaretten, Alk (der knallt ordentlich …) und Kokablaettern* kaufen, oder aber auch Dynamit, Zuendschnur und Zuender um eine Demonstrationsexplosion zu sehen 
Danach gehts mit Schutzkleidung, Helm und Licht in die Minen. Extrem enge Schaechte, keine Schutzvorkehrungen und stickige Luft (Bild 4) … ich war nach 2 Stunden in den Minen fertig … kaum vorstellbar 8-20 Stunden am Tag zu arbeiten und dabei Rucksaecke mit Mineralien bis zu 50 kg schleppen zu muessen. Die meisten Arbeiter sterben nach ca. 10 Jahren Minenarbeit an “Quarzstaublungen” (?). Am Ende der Tour geht es auf einen Aussichtspunkt und unser Guide zeigt uns mit dem eingekauften Dynamit eine Sprengung im Freien (Bild 5)
Werd jetzt etwas relaxter reisen. Hier in Bolivien kann man es sich erlauben (Menu mit 3-4 Gaengen 1-3 EUR, Uebernachtung 3 EUR …)
Gruss Riedl
* Kokablaetter werden gekaut (oder als Tee aufbereitet) und helfen (angeblich) gegen die Hoehenkrankheit, Hunger, Durst und Muedigkeit. An mir durchgefuehrte Tests haben lediglich eine taube Backe zum Ergebniss …